Feierlichkeit im Stadtschloss
"Deutschland ist meine Heimat": Einbürgerung für 68 Menschen aus 28 Nationen
Fotos: Constantin von Butler
23.10.2025 / FULDA -
Ein Tag voller Stolz, Dankbarkeit und Zugehörigkeit: Im Marmorsaal des Stadtschlosses wurden am Mittwoch 68 Menschen aus 28 verschiedenen Nationen offiziell zu deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern. Sie stammen aus aller Welt - und sind nun Teil der großen Fuldaer Gemeinschaft. Mit warmen Worten begrüßten Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann (CDU) und Neubürger Mehmet Dokuzoglu die Gäste bei einer Feierstunde.
Seit 1999 ist der Einbürgerungsempfang in Fulda eine feste Tradition. Zwei- bis dreimal im Jahr kommen Menschen zusammen, die nach oft langen Verfahren ihre Einbürgerungsurkunden in Empfang nehmen dürfen. Auch in diesem Jahr betonte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, dass die neue Staatsbürgerschaft weit mehr als ein bürokratischer Schritt sei - sie bedeute Zugehörigkeit, Verantwortung und gegenseitigen Respekt.
Neuer Teil für Fuldas Gemeinschaft
"Ich freue mich, dass Sie zu uns gekommen sind", sagte Wingenfeld zu den neuen Staatsbürgern. "Wir haben großen Respekt vor dem, was Sie geleistet haben. Sie sollen sich als Teil dieser Gemeinschaft fühlen." Die Erfahrungen und Lebenswege der Eingebürgerten seien wertvoll, um das Zusammenleben in Fulda weiter zu stärken: "Diese Botschaft versuche ich im Namen der Stadt auszusprechen", so der Oberbürgermeister.Hartmann begrüßt die neuen Bürger
Auch Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann hieß die Gäste herzlich willkommen. "Nun sind Sie offiziell Teil unserer Gemeinschaft", sagte sie. Die Einbürgerung sei weit mehr als ein Verwaltungsakt: "Sie ist ein Bekenntnis zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Sie ist ein Ausdruck von Zugehörigkeit." Besonders hob sie die Bedeutung des Wahlrechts hervor: "Sie können Ihre Stimme erheben. Dieses wichtige Bürgerrecht sollten Sie immer wahrnehmen."Staatsbürgerschaft nach 53 Jahren
Ein besonders emotionaler Moment war die Rede von Mehmet Dokuzoglu, der in Fulda geboren wurde, aber erst jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt. In bewegenden Worten erzählte er von der Geschichte seiner Familie. "Mein Vater kam mit 21 Jahren nach Fulda - das war eine sehr mutige Entscheidung. Ich hätte mich das nie getraut." Über Jahrzehnte sei der Wunsch nach Zugehörigkeit geblieben. "Es dauerte 53 Jahre, bis die Rahmenbedingungen dafür geschaffen wurden, dass ich auch dazugehören kann", sagte er.