Rosa Schleife als Solidaritätszeichen

Brustkrebsmonat Oktober: Warum Früherkennung Leben retten kann

Die Rosa Schleife - ein Symbol für Solidarität bei Brustkrebs. Früherkennung rettet Leben.
Foto: Envato

26.10.2025 / REGION - Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 70.000 Frauen und etwa 740 Männer daran. Die Krankheit ist so weit verbreitet, dass nahezu jede Person jemanden kennt, der bereits betroffen war – sei es in der Familie oder im Freundeskreis.


Tastuntersuchung und Mammographie weiterhin Eckpfeiler der Früherkennung

Einen besonderen Stellenwert im Kampf gegen Brustkrebs hat die Früherkennung. Früh entdeckte Tumoren können in der Regel besser behandelt werden. Häufig ist eine brusterhaltende Operation möglich, und die Sterblichkeit der Betroffenen lässt sich deutlich reduzieren. Die Tastuntersuchung der Brust wird Frauen ab dem 30. Lebensjahr empfohlen. Diese Untersuchung kann einmal jährlich im Rahmen der Vorsorge beim Frauenarzt durchgeführt werden und wird von den Krankenkassen übernommen. Zusätzlich können Frauen durch regelmäßiges Selbstabtasten ein besseres Gefühl für Veränderungen in der Brust entwickeln.

Das Mammographie-Screening richtet sich an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren und wird ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Bei unklaren Befunden folgen meist weitere Untersuchungen, etwa eine erneute Mammographie oder eine Ultraschalluntersuchung. Bleibt die Diagnose unklar, wird eine Gewebeprobe entnommen. Die Mammographie trägt wesentlich dazu bei, die Sterblichkeit an Brustkrebs zu senken. Nachteilig ist jedoch, dass manche Befunde zunächst als verdächtig eingestuft werden, was für die Betroffenen bis zur endgültigen Abklärung mit erheblichem psychischen Stress verbunden sein kann.

Der Brustkrebsmonat Oktober steht ganz im Zeichen der Aufklärung: Ziel ist es, das Bewusstsein für die Erkrankung zu schärfen, Ängste abzubauen und auf die Situation von Betroffenen aufmerksam zu machen. Zudem soll die mediale Präsenz dazu beitragen, Spendenbereitschaft und Investitionen in die Forschung und zukünftige Behandlungsoptionen zu fördern. Das internationale Symbol des Engagements gegen Brustkrebs ist die rosa Schleife. Sie steht für Solidarität mit erkrankten Frauen und setzt ein sichtbares Zeichen der Unterstützung.

Brustkrebs betrifft im Laufe des Lebens etwa eine von acht Frauen. Die Überlebenschancen haben sich in den vergangenen 35 Jahren deutlich verbessert, dank Fortschritten in der Früherkennung, Diagnostik und Therapie. Dennoch ist die medizinische Forschung noch lange nicht am Ziel. Umso wichtiger bleibt es, dass Öffentlichkeit, Politik und Medien diesem Thema weiterhin die Aufmerksamkeit schenken, die es verdient. Dies geschieht vor allem im Interesse der vielen betroffenen Frauen und ihrer Familien. (Adrian Böhm) +++

Brustkrebs betrifft im Laufe des Lebens etwa eine von acht Frauen. Die Überlebenschancen haben sich in den vergangenen 35 Jahren deutlich verbessert, dank Fortschritten in der Früherkennung, Diagnostik und Therapie.
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O|N-Arzt Adrian Böhm.
Archivfoto: O|N

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