O|N fragt nach

"Problem im Stadtbild": Wie sicher fühlen sich die Bürger noch in der Stadt?

Was sicher fühlen sich die Bewohner der Stadt Fulda?
Fotos: Erik Spiegel

23.10.2025 / FULDA - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach im Zusammenhang mit Migration von einem Problem im "Stadtbild" und hat mit seiner Aussage eine Welle der Kritik losgetreten. Im gleichen Zuge appellierte er daran, die eigenen Töchter zu fragen, wie sicher sie sich noch in diesem "Stadtbild" fühlen. Genau dieser Frage ist OSTHESSEN|NEWS in einer Umfrage in der Fuldaer Innenstadt nachgegangen.



"Wie sicher fühlen Sie sich in Fulda?" - dieser Frage stellten wir einigen Fuldaern am Mittwochmittag. Eine unserer Befragten antwortete: "100-prozentige Sicherheit gibt es nirgends, aber ich fühle mich nicht unwohl hier." Für andere haben sich die Zeiten allerdings verändert. "Vor allem, wenn es dunkel ist, gehe ich nur noch mit Hund raus, da fühle ich mich deutlich sicherer. Es sind einfach andere Zeiten, das kommt nicht unbedingt nur von Migranten, sondern von Männern allgemein", sagte eine Frau gegenüber O|N.

Doch wo kommt die Sorge her? Merz hatte vergangene Woche auf einer Pressekonferenz in Potsdam auf die Frage zum Erstarken der AfD unter anderem gesagt, man korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte. "Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen." Am Montag blieb Merz bei seiner Haltung und sagte: "Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort. Ich habe gar nichts zurückzunehmen." Was die Region darüber denkt, sehen Sie im Video.

Ganz eindeutig sind die Ergebnisse der Umfrage nicht, doch klar ist: Die meisten Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in Fulda weiterhin sicher. (mis) +++

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