"Zukunft gemeinsam gestalten"
Neue Ära nach 24 Jahren: Ballweg übernimmt das Bürgermeisteramt
Fotos: Martin Engel
21.10.2025 / POPPENHAUSEN (WAKU) -
Es ist ein Abend voller Emotionen, Applaus und Aufbruchsstimmung: In der Rhön-Gemeinde Poppenhausen im Landkreis Fulda wurde am Montagabend Alexandra Ballweg (parteilos) offiziell in ihr neues Amt als Bürgermeisterin eingeführt. Die Gemeindevertretung hatte zur öffentlichen Sitzung eingeladen - und viele Bürger wollten diesen Moment miterleben, an dem ein neues Kapitel in der Geschichte der Gemeinde unterhalb der Wasserkuppe beginnt.
Gleichzeitig machte Ballweg Mut: "Ein Bürgermeister kann viel bewirken. Neue Projekte kannst du nicht nur auf die Agenda setzen, sondern auch ins Ziel bringen."
Der BallWEG ist geebnet
Ballweg, die sich im Juni mit 60,6 Prozent der Stimmen gegen ihren CDU-Gegner Tobias Farnung durchgesetzt hatte, tritt die Nachfolge von Manfred Helfrich (CDU) an, der die Gemeinde ganze 24 Jahre lang führte. Sichtlich bewegt ergriff sie das Wort und sprach von einem ganz besonderen Tag - für sie persönlich und für Poppenhausen. "Es beginnt ein neuer Weg - der Ballweg", sagte sie unter Applaus. Sie habe in den vergangenen Tagen viele Begegnungen erlebt, die sie berührt hätten, und spüre die große Verantwortung, die das Amt mit sich bringt.
Offen, transparent und bürgernah
Die neue Bürgermeisterin will Poppenhausen mit Zuversicht und Tatkraft in die Zukunft führen. Sie sprach von einer Gemeinde, die vom Miteinander lebt, von Menschen, die Verantwortung übernehmen und voneinander lernen. "Wir wollen eine Ermöglichungskultur pflegen: kein Ja-Aber, sondern ein Warum nicht?", betonte Ballweg. Sie kündigte an, offen, transparent und bürgernah zu arbeiten, zuzuhören - auch dann, wenn es unbequem wird. "Poppenhausen kann Zukunft, wenn wir sie gemeinsam gestalten."
Helfrich glaubt an Nachfolgerin
Nach der offiziellen Vereidigung überreichte Altbürgermeister Manfred Helfrich (CDU) seiner Nachfolgerin die Ernennungsurkunde - begleitet von einem herzlichen Handschlag. "Es ist eine tolle Aufgabe, wenn man die eigene Heimatgemeinde gestalten darf", sagte der scheidende Rhön-Kanzler und wünschte ihr "ganz viel Erfolg auf dem neuen Weg".
Grußworte aus allen Bereichen
Auch aus den Nachbarkommunen kamen Glückwünsche. Heiko Stolz (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Neuhof, lobte Ballwegs Engagement: "Du trittst in große Fußstapfen, aber du wirst diese Gemeinde sicher und souverän führen." Benjamin Reinhart (parteilos), Bürgermeister von Ebersburg, sprach von einer starken Partnerschaft in der Region und sagte: "Wir freuen uns auf die kommenden Jahre."Kommunale Selbstverantwortung - Müller: "Ein Schatz"
Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU) hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Bürgermeisteramts hervor: "Im Grundgesetz ist geregelt, ein Schatz - und dieser Schatz heißt kommunale Selbstverantwortung. Hier ist man nah an den Menschen, und genau das zeichnet dich aus." Er wünschte Ballweg Kraft, Ideenreichtum und den Mut, Entscheidungen zu treffen, "die nicht immer auf den ersten Blick populär sind".