1.050 Stunden für Opfer von Gewalt

Hilfe, die zählt: Der WEISSE RING zieht Bilanz für das Jahr 2024

Bei dem WEISSEN RING handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten.
Foto: Der WEISSE RING

15.10.2025 / FULDA - Bei dem WEISSEN RING handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Im letzten Monatstreffen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WEISSEN RING, Außenstelle Fulda, zog Außenstellenleiter Gerhard Wienert Bilanz für das Jahr 2024.



Die Anzahl der Hilfesuchenden blieb nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr. Es sind 138 Hilfeersuchen telefonisch eingegangen, von denen in 52 Fällen bereits bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme geholfen werden konnte. In 86 Fällen war eine individuelle Betreuung erforderlich. In der Außenstelle Fulda waren zwölf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Sie leisteten rund 1.050 Stunden, um den Opfern krimineller Gewalttaten zu helfen. Dabei ging es um häusliche Gewalt, Sexualdelikte, Eigentumsdelikte, Betrug, Stalking, Mobbing, Körperverletzung, Enkeltrick und Schockanrufe.

Materielle und informative Unterstützung

Neben der persönlichen Betreuung half der WEISSE RING den Betroffenen auch materiell. So wurden für anwaltliche Erstberatung 35 Hilfeschecks ausgehändigt. Ebenfalls wurden acht Hilfeschecks für eine psychotraumatologische Erstberatung übergeben. In diesen Fällen übernahm der WEISSE RING die Kosten. Darüber hinaus wurden für weitere Rechtshilfen Kosten in Höhe von 2.806 Euro übernommen. Sofern durch die Taten die Opfer in einen akuten finanziellen Notstand gerieten, unterstützte sie der WEISSE RING mit einer Gesamtsumme von etwa 8.550 Euro. Für Beratungen und Hilfeleistungen wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 1.050 Stunden aufgebracht.

Neben der akuten Opferbetreuung bietet der WEISSE RING auch Vorträge im Rahmen der Kriminalprävention für Vereine, Verbände und andere Organisationen, ebenso in Schulen, an. Diese Vorträge sind kostenfrei und werden durch die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Jürgen Reith und Karl – Josef Hahner gehalten. In 2024 wurden von den beiden Mitarbeitern insgesamt 18 Vorträge über Trickbetrug wie Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, Internetbetrug, Diebstahl und andere kriminelle Tatvorgänge, in denen es Betrüger auf das Geld, Wertsachen oder persönliche Daten ihrer Opfer abgesehen haben, durchgeführt. Es werden dabei die Tricks und Maschen der kriminellen Täter erläutert, wie man diese durchschaut und sich davor schützen kann. Die Vorträge werden ständig aktualisiert, sind auf dem neusten Stand, denn die Täter lassen sich immer etwas Neues einfallen. Auch Stalking, Mobbing, häusliche Gewalt und Sexualdelikte können Themen der Vorträge sein.

Mitarbeiter leisten menschlichen Beistand durch persönliche und individuelle Betreuung

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten menschlichen Beistand durch persönliche und individuelle Betreuung der Opfer nach einer Straftat. Sie begleiten diese bei Kontakten mit Anwälten, Behörden, Polizei und Gerichten und geben notwendige Hilfestellungen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig und zum Stillschweigen verpflichtet. Die Inanspruchnahme von Leistungen des WEISSEN RING sind kostenfrei", heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Leiter der Außenstelle Fulda, Gerhard Wienert, dankte allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz, insbesondere auch dafür, dass sie sich in Seminaren der WEISSE RING AKADEMIE fortbilden. Die Außenstelle Fulda ist telefonisch für Hilfesuchende unter der Telefonnummer 06672/918711 jederzeit erreichbar. Interessenten für Vorträge können sich ebenfalls gerne hier melden. Es werden noch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese verantwortungsvolle und notwendige Tätigkeit gesucht. Interessenten möchten sich bitte mit dem Außenstellenleiter unter vorgenannter Rufnummer in Verbindung setzen und sich informieren. (mis/pm) +++

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