"Schön verschieden - 800 Jahre Sonnengesang"
Kunst der Unterschiede: Hoch-oben-Gottesdienst feiert Vielfalt der Schöpfung
Fotos: Rene Kunze
15.10.2025 / FULDA -
Unterschiede sind alltäglich und Unterschiede sind schön - genau das machte der heilige Franziskus bereits vor 800 Jahren klar, als er in seinem Gebet "Sonnengesang" auf die unterschiedliche Vielfalt der Schöpfung einging. Beim monatlichen "Hoch-oben-Gottesdienst" in Fulda lautete das Motto am Dienstag "Schön verschieden - 800 Jahre Sonnengesang". Die Unterschiede der Schönheit zogen sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst.
Die Veranstaltung ist Teil der Kooperation Frauenberg - Franziskaner und Antonius - und wurde in diesem Monat gemeinsam von Pater Thomas Abrell, dem GestaltenWerk von Antonius sowie Dr. Markus Miller, Direktor von Schloss Fasanerie, gestaltet. "Zimmer 3" übernahm unter der Leitung von Manuela Langstein die musikalische Begleitung. Im Mittelpunkt stand die Idee, dass Verschiedenheit selbst schön ist - nicht trotz, sondern wegen ihrer Unterschiede.
"Verschiedenheit ist kein Fehler, sondern Ausdruck der göttlichen Weisheit und Schönheit"
Marek Saalfeld, Leiter des GestaltenWerks, und Dr. Markus Miller sprachen im Dialog über ihre jahrelange Zusammenarbeit und über die Parallelen zwischen Holz, Kunst und Glauben. "Uns verbindet die Begeisterung für kreatives handwerkliches Arbeiten, die Liebe zum Werkstoff Holz, das Interesse an Fotografie und Kunst sowie die Beschäftigung mit Pflanzen und Bäumen", fasste Miller zusammen. Saalfeld knüpfte daran an und machte an Holz deutlich, dass oft die Unterschiede spannend sind: "Nicht selten entsteht besonderen Attraktivität durch eine vermeintliche Beeinträchtigung, eine Abweichung von der Regelmäßigkeit - Pilzbefall, Drehwuchs oder eine Maserknolle können das Holz besonders interessant machen." Hauptsache schön verscheiden
Das GestaltenWerk von Antonius vereint traditionelles Handwerk, Kreativität und soziale Verantwortung. In den Werkstätten entstehen Keramik- und Holzprodukte, die so einzigartig sind wie die Menschen, die sie herstellen. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen Seite an Seite. Die Mitarbeitenden bringen ihre individuellen Fähigkeiten ein und lernen voneinander. Jedes Stück ist ein Unikat und Ausdruck echter Handarbeit.