"Starke Heimat Hessen"

125.000 Euro für Aufbau einer Datenplattform - Sinemus: "Ein wichtiger Schritt"

Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessens Digitalministerin.
Archivfotos: O|N/ Carina Jirsch

14.10.2025 / ALSFELD - Die Stadt durch digitaler Technologien nachhaltiger und lebenswerter gestalten – das ist das Ziel des Projekts "Zeitsprung für die Fachwerkstadt – historische Handwerkskunst trifft smarte Technik" der Stadt Alsfeld (Vogelsbergkreis). Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus (CDU) unterstützt das Vorhaben mit rund 125.000 Euro aus der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm "Starke Heimat Hessen".



"Mit dem Projekt macht Alsfeld einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit. Denn Daten sind die Basis für sämtliche Entscheidungen – auch um nachhaltig und ressourcenschonend agieren zu können. Digitale Technologien helfen, auch in ländlichen Regionen zukunftsfähige und lebenswerte Verhältnisse zu schaffen. Während die Verwaltung verlässliche Informationen für unterschiedlichste Planungen erhält, profitieren die Bürger zudem von einem verbesserten Service", sagte die Digitalministerin.

Flexible Integrierung neuer Sensoren

Herzstück des Projekts ist eine offene urbane Datenplattform, die als zentrale Schnittstelle für die Erfassung, Analyse und Bereitstellung von Daten dient. Die Plattform soll Daten aus verschiedenen Quellen, wie beispielsweise Sensoren für Verkehr, Parkplatzbelegungen, Umweltdaten und Pegelstände, zusammenführen und in Echtzeit auswerten. Zudem können bisher getrennte Bereiche wie Datensilos in den Fachbereichen oder von Nachbarkommunen miteinander vernetzt werden. Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht die flexible Integration neuer Sensoren und Anwendungen, wodurch man zukunftsfähig und anpassungsfähig an neue Herausforderungen bleibt, heißt es im Antrag.

"Ein wichtiges Ziel der Alsfelder Stadtverwaltung"

Die Datenübertragung soll mittels eines noch aufzubauenden LoRaWAN-Netzes erfolgen. Alsfeld plant, unter anderem Sensoren zur Erfassung von Parkplatzauslastung und Verkehrsströmen zu installieren sowie zur Überwachung der Luftqualität. Drittes Themenfeld soll die Erfassung von Temperaturdaten sein, um Hitzeinseln in der Stadt zu identifizieren, um gezielte Maßnahmen wie Begrünung oder Wasserspender ergreifen zu können. Ferner sollen Sensoren in städtischen Gebäuden helfen, den Energieverbrauch zu optimieren und die Sicherheit vor Einbrüchen zu erhöhen. Alsfeld verspricht sich durch das Projekt auch eine Attraktivitätssteigerung für Touristen, da diese dann in Echtzeit Informationen zur Auslastung des Wohnmobilstellplatzes oder zur Klimasituation in der Stadt bekommen können.

Bürgermeister Stephan Paule: "Es ist ein wichtiges Ziel der Alsfelder Stadtverwaltung, ihren Bürgerinnen und Bürgern digitalen Zugang zu möglichst vielen Verwaltungsleistungen zu ermöglichen. Auch die internen Abläufe sollen durch noch mehr digitale Prozesse effizienter werden. Die Förderung des Landes Hessen hilft uns erheblich, dabei weiter voranzukommen." (js/pm)+++



Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule.

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