150.000 Euro Schaden - B62 bis 9 Uhr gesperrt

Flammen in der Nacht: Großbrand zerstört Scheune in Lehrbach

In der Nacht kam es in Lehrbach (Kirtorf) zu einem Großbrand einer Scheune.
Fotos: Marvin Myketin

11.10.2025 / KIRTORF - Großeinsatz im Vogelsberg: Mitten in der Nacht kam es in Lehrbach, einem Stadtteil von Kirtorf, zu einem Großbrand einer Scheune mit angrenzender Werkstatt. Flammen schossen aus dem Holzdach und eine dicke Rauchwolke war trotz Dunkelheit aus großer Entfernung zu erkennen. OSTHESSEN|NEWS war in der Nacht an der Einsatzstelle.



Gegen 00:39 Uhr alarmierte die Leitstelle Vogelsberg die Retter in die Bergstraße. Sofort rückten ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Sascha Schmidt, Stadtbrandinspektor der Stadt Kirtorf, erklärt in der Nacht gegenüber O|N das Lagebild: "Als wir am Einsatzort eingetroffen sind, fanden wir die Scheune bereits im Vollbrand vor. Mit insgesamt acht Strahlrohren und zwei Drehleitern haben wir dann die Löschmaßnahmen eingeleitet. Die Wehren aller Ortsteile - plus Drehleiter aus Homberg und aus Stadtallendorf - waren im Einsatz und bekämpften das Feuer." Die Scheune und die dort befindliche private Werkstatt wurden zwar komplett zerstört, dennoch konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindern. Die im angrenzenden Wohnhaus lebende Familie konnte sich rechtzeitig ins Freie retten.

Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung

Trotz der großen Löschkraft gab es Probleme. "Die Wasserversorgung war von Anfang an etwas schwierig. Daher wurden noch Tanklöschfahrzeuge aus Alsfeld und Stadtallendorf nachalarmiert", berichtet Schmidt. "Durch die verwinkelte Bauart der Scheune kamen wir obendrein auch nicht so gut an das Gebäude ran. "Die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden bis in den Samstagmorgen (etwa 9 Uhr), auch weil das Gebäude derart beschädigt wurde, dass es einsturzgefährdet war. "So konnten wir nicht so gut an die Glutnester kommen."

Während der Löscharbeiten wurde eine Person leicht verletzt. Dabei handelte es sich um ein Mitglied der Feuerwehr, das etwas Kreislaufprobleme hatte. Noch ist unklar, wieso die Scheune in Brand geraten ist. Ersten Schätzungen nach liegt die Höhe des Sachschadens bei mindestens 150.000 Euro. Etwa 80 Kräfte aller Wehren der Stadt Kirtorf, plus Kameraden aus Homberg, Alsfeld und Stadtallendorf waren neben Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Auch das Technische Hilfswerk war mit 15 Kräften vor Ort. Das DRK-Homberg (Ohm) organisierte die Versorgung der Retter mit Getränken und Essen. Für die Dauer des Einsatzes war auch die B62 zwischen Alsfeld und Marburg komplett gesperrt. (ms) +++

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