Abnahme nach 25 Jahren Verfahren
Flurbereinigung geht in die Zielgerade - Stadt übernimmt erneuerte Wege
Fotos: Dieter Graulich
10.10.2025 / HERBSTEIN - Im Jahre 2000 wurde für die Gemarkung Herbstein ein vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren eingeleitet. Ziel war die Neuordnung des Grundbesitzes zur Sicherstellung der landwirtschaftlichen Bodennutzung, eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, sowie der Förderung der Erholung und des Fremdenverkehrs.
Durch die zweckmäßige Neugestaltung des Flurbereinigungsgebietes und einer Schaffung von Bewirtschaftungsvereinfachungen durch Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen für die verbleibenden landwirtschaftlichen Betriebe sowie der Auflösung von Nutzungskonflikten landwirtschaftlicher Flächen einschließlich dem Ausgleich von Landnutzungsinteressen und der Mitwirkung bei der Umsetzung flächenbezogener Vorhaben, wie zum Beispiel FFH-Gebiete, der Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung der Landschaftspflege und des Naturschutzes, insbesondere sollte die naturnahe Entwicklung der Fließgewässer durch die Ausweisung von Uferrandstreifen gefördert werden.
Eine weitere Maßnahme war die Sicherung und Verbesserung der Grundwasservorkommen in Zone II des Wasserschutzgebietes durch Erwerb von Flächensicherstellung einer zumindest extensiven Landnutzung bei ungünstigen natürlichen Standortbedingungen mit der Zielrichtung der Offenhaltung der Landschaft und Erhaltung ökologisch wertvoller Landschaftsbestandteile. Notwendige Erschließungsmaßnahmen wurden ebenfalls durchgeführt.
Bei einem Ortstermin oberhalb der Oberndorfhöfe in Richtung Ilbeshausen und Lanzenhain fand jetzt ein Abnahme-Übergabe-Termin dieser Baumaßnahme statt. Bei der Besichtigung des Schotterweges erfolgte zunächst ein "dynamischer Plattendruckversuch", der als Nachweis zur entsprechenden Standsicherheit der Schüttlagen des Weges diente. Der Termin wurde geleitet von Florian Schulz, Sachbearbeiter Gewässer- und Wegebau bei der zuständigen Flurbereinigungsbehörde, dem Amt für Bodenmanagement Fulda und seinem Mitarbeiter Johannes Disch.
Die Teilnehmergemeinschaft Herbstein-Herbstein (TG), vertreten durch den Vorsitzenden Hans-Jörg von Schönfels, nahm die ausgeführten Baumaßnahmen von der ausführenden Baufirma, vertreten durch Andreas Bock, ab. Anschließend übergab die TG die Anlagen an die Stadt Herbstein, vertreten durch Swen Jost vom Bau- und Umweltamt, die sie in die Unterhaltungspflicht übernimmt.
Die Anwesenden zeigten sich erfreut über den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten. Stefan Sudmeier, Verfahrensleiter beim Amt für Bodenmanagement, gab noch einen Ausblick auf den weiteren Ablauf des Flurbereinigungsverfahrens. So ist die Bekanntgabe des Flurbereinigungsplans und der Eintritt des Neuen Rechtszustandes (Eigentumsübergang) im ersten Halbjahr 2026, parallel zum Flurbereinigungsverfahren Herbstein-Lanzenhain, geplant. Anschließend erfolge die Abgabe der Unterlagen zur Berichtigung des Grundbuchs und der sonstigen öffentlichen Bücher. (gr) +++