Zahlreiche Besucher

Ausstellung "Nie wieder Krieg!" begeistert – Vernissage in der Stadtbücherei

Von links: SI Lauterbach-Vogelsberg Präsidentin Imke Grünewald, Daniela Witte-Olteanu Leiterin des Querflöten-Ensembles der musikkulturschule mit Susanne Bolduan (auch Soroptimist International), Luise Heller und Brigitta Jung, „Nie wieder Krieg!“-Projektleiterin Ute Kirst und Dr. Barbara Peters, Soroptimist International und Förderverein der Stadtbücherei Lauterbach e.V.
Foto: Verein

08.10.2025 / LAUTERBACH - Soroptimist International (SI) Lauterbach-Vogelsberg präsentierte in der Stadtbücherei Lauterbach die Ausstellung "Nie wieder Krieg!" und warf einen Rückblick auf das Mitmach-Kunst-Projekt, das von 2018 bis 2024 zahlreiche Plakate und Aktionen rund um das Friedensdenkmal in der Stadt umfasste. Die Vernissage wurde vom Förderverein der Stadtbücherei unterstützt und lockte viele Besucherinnen und Besucher an.



SI-Präsidentin Imke Grünewald würdigte in ihrer Begrüßungsrede sieben Jahre Engagement für das Projekt und erinnerte an die Anfänge: "Es habe mit einem Unbehagen begonnen – einem Gefühl, dem schnell Gedanken folgten: Warum steht mitten in Lauterbach, entlang alltäglicher Wege, ein Löwen-Denkmal, dass dem Kriegsgewinn 1870/71 auf nationalistische Weise huldigt und warum findet das niemand verwunderlich? Krieg ist Verlust, Vernichtung und Trauma, oft über Generationen hinweg. Es gibt keine Sieger – es verlieren alle. Besonders Frauen und Mädchen sind von Krieg betroffen. Es ist der Frieden, der unser Leben dauerhaft bewahrt – ihm sollte ein Denkmal gewidmet sein."

Aus der Idee der Soroptimistin Ute Kirst entstand das Projekt, das Kunst nutzte, um die Thematik zugänglich zu machen und die Menschen in Lauterbach und darüber hinaus zu sensibilisieren. Während jeder Verhüllung des Löwen von 2018 bis 2024 wurden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen angeboten, die Demokratie, Frieden, Toleranz und Mitmenschlichkeit erfahrbar machten.

20.000 Menschen beteiligt am Projekt

Rund 20.000 Menschen aller Altersgruppen aus Stadt, Region, Land und Europa beteiligten sich aktiv am Projekt. Darunter waren Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden, Vereine, Seniorenheime, Künstlerinnen und Künstler sowie Privatpersonen. Viele Kooperationspartner wie die Stadtbücherei Lauterbach, Hohhaus-Apotheke, die Stadtmühle, das Hohhaus-Museum, die musikkulturschule und die Lauterbacher Musikschule unterstützten das Projekt tatkräftig.

Die Verhüllungen waren stets begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm: zweitägige Friedensfeste, Vorträge, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen, Kinovorführungen, Theateraufführungen, Konzerte, Flashmobs, Workshops, Initiativen und weitere öffentliche Aktionen.

Bundesprogramm als Unterstützer

Finanziell unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!". Zudem würdigte Grünewald die kontinuierliche Unterstützung der Stadt Lauterbach, insbesondere von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und dem Betriebshof Lauterbach. Alle Erlöse und Spenden flossen an Organisationen wie medica mondiale, Ärzte ohne Grenzen, Unicef oder Zeltschule e.V. Insgesamt wurden 22.500 Euro gespendet, und SI Lauterbach-Vogelsberg investierte rund 25.000 ehrenamtliche Stunden in das Projekt.

Die zentrale Botschaft von "Nie wieder Krieg!" laut Grünewald: Aus einer Idee entstand ein Projekt von vielen, das Zehntausende Menschen miteinander verband. Gemeinsam wurde ein temporäres Friedensdenkmal geschaffen, das sichtbar machte, wie wichtig Demokratie, Toleranz und Mitmenschlichkeit sind.

Ausstellung vier Wochen geöffnet

Die Ausstellung kann circa vier Wochen während der üblichen Öffnungszeiten der Stadtbücherei Lauterbach besucht werden. Postkarten mit Motiven der verschiedenen Löwen-Verhüllungen werden gegen Spende abgegeben. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Querflöten-Ensemble der musikkulturschule unter der Leitung von Daniela Witte-Olteanu, während der Förderverein für das leibliche Wohl sorgte.

Weitere Informationen unter: www.niewiederkrieg.net. (pm/cb) +++

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