Unfallrisiken minimieren

Handy weg im Straßenverkehr - jede Sekunde Aufmerksamkeit am Steuer zählt!

Handy am Steuer? Das ist keine gute Idee. Es ist eine gefährliche Ablenkung im Straßenverkehr.
Symbolbild: Pixabay

07.10.2025 / REGION - Handy-Sünder im Visier! Mit der Aktion "Focus on the Road" (dt. Fokus auf die Straße) vom 06. Oktober bis 12. Oktober dieses Jahres rückt die Polizei ein täglich auftretendes Problem in den Mittelpunkt: die Ablenkung durch elektronische Geräte. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt Pressesprecher Patrick Bug vom Polizeipräsidium Osthessen: "Für die Sicherheit im Straßenverkehr ist stets die volle Aufmerksamkeit gefragt. Jeder Moment der Unaufmerksamkeit kann schwerwiegende Folgen haben."



Erschreckend und eine oft unterschätzte Gefahr am Steuer: Das Telefonieren mit Handy am Ohr, Textnachrichten schreiben oder lesen. Wer bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde für eine Sekunde aufs Mobiltelefon blickt, legt 14 Meter Blindflug zurück - das gibt etwa der ADAC zu bedenken. Bei 100 Kilometern pro Stunde sind es sogar 28 Meter. Das kann Konsequenzen mit sich ziehen und im schlimmsten Fall Menschenleben kosten.

Das müssen Fahrer wissen

Ein solches Verhalten im Straßenverkehr, wie es in einer ADAC-Pressemitteilung heißt, ist nicht ohne Grund verboten. Smartphone, Tablet & Co. in der Hand und los geht's - das ist beim Fahren schlichtweg tabu. Eine Alternative bieten entsprechende Halterungen, Freisprechanlagen sind erlaubt. Jedoch gilt auch hier Vorsicht. Steht das Fahrzeug und ist der Motor aus, dürfen elektrische Geräte benutzt werden. Eine Start-Stopp-Automatik, beispielsweise an der Ampel, zählt nicht dazu.

Sicher unterwegs: "Ablenkungsverstöße bekämpfen"

Zum Hintergrund: Die Kontrollen laufen im Rahmen des Netzwerkes "ROADPOL" - europaweit beteiligen sich 31 Länder. Das Ziel, so teilt es das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz in einer Pressemitteilung mit, ist "den Fokus, beziehungsweise die Konzentration auf die Straße zu fördern und Ablenkungsverstöße bekämpfen, insbesondere bei Ablenkung durch elektronische Geräte, wie beispielsweise Mobiltelefone".

Poseck: "Schwerpunktkontrollen von erheblicher Bedeutung für die Verkehrssicherheit"

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) konkretisiert: "Diese Schwerpunktwochen sind von erheblicher Bedeutung für die Verkehrssicherheit. Durch die intensive Beobachtung von Hauptunfallursachen, wie überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung, Alkohol und Drogen am Steuer, können schwere Unfälle und die damit verbundenen Verletzten- und Todeszahlen nachhaltig reduziert werden."

Wer erwischt wird, muss zahlen

In Deutschland drohen bei einem Verstoß verschiedene Strafen, wie dem Bußgeldkatalog 2025 zu entnehmen ist. Wer elektronische Geräte rechtswidrig benutzt beim Führen eines Kraftfahrzeugs muss 100 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Werden andere dabei gefährdet, sind es 150 Euro sowie zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Bei Unfallfolge bzw. Sachbeschädigung beträgt der Bußgeldregelsatz 200 Euro, fordert ebenso zwei Punkte ein und zieht ein Monat Fahrverbot mit sich. Für Radfahrer sind 55 Euro fällig.

Bug hebt abschließend noch einmal den Nutzen der "Focus on the Road"-Aktion hervor: "Wir möchten als Polizei für das Thema sensibilisieren. Fallen uns gleichzeitig Verstöße im Verkehr auf, werden diese geahndet. Man stelle sich nur vor, ein Kind läuft unvermittelt auf die Straße, ein Fahrer ist ablenkt durchs Handy und kann nicht rechtzeitig bremsen - genau solche Situationen möchten wir mit unseren Maßnahmen im Vorfeld verhindern." (mkr) +++

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