Zweites Spiel, zweiter Sieg

Luchse behalten mit 5:3 die Oberhand

Ein "königlicher Jubeltanz": Dave König hat den 1:1-Ausgleich erzielt.
Fotos: goa

06.10.2025 / LAUTERBACH - Ein Spitzenspiel gleich nach dem gelungenen Auftaktsieg gegen die Eisbären Juniors: die Lauterbacher Luchse bezwangen die Chemnitz Crashers mit 5:3 (2:1 / 1:1 / 2:1). Drei Drittel, in denen man den Begriff "Spitzenspiel" wörtlich nehmen durfte: spitze was die Dynamik, die Klasse und die Gier auf den Sieg bei beiden Teams anging, aber auch pure Spannung bis in die allerletzte Spielminute. Erst das "Empty Goal" als letzte Crasher-Option ließ kurz vor der Schlusssirene das Pendel endgültig Richtung Osthessen statt Ostdeutschland ausschlagen.



Bravo Luchse: die Gäste hatten im Gegensatz zu den Lauterbachern nicht ihr zweites, sondern bereits ihr viertes Spiel zu bestreiten – nach drei Siegen, zuletzt sogar mit dem Ausrufezeichen des Overtime-Sieges gegen Meister FASS Berlin. Würden die Luchse der eigenen Erwartungshaltung standhalten? Welches Gewicht hatte der 12:3-Kantersieg vor einer Woche? 337 Zuschauer merkten von Start-Bully an, dass zwei Teams aufs Tempo drücken, gewinnen wollen und dabei Regionalliga-Eishockey in seiner ganzen Pracht präsentieren. Augenfällig bereits in der Aufstellung: die Luchse traten mit voller Kapelle an, auch der zuletzt verletzt fehlende Fiete Lazar stand wieder auf dem Eis. Zwei Goalies und 19 Feldspieler, die sich in vier Linien verteilten – Vorteil Luchse, denn fünf Feldspieler mehr als Chemnitz könnten bei dem irren 60-Minuten-Tempo ein Aspekt gewesen sein.

Früher Rückstand: na und…?

Das erste Drittel wogte zunächst hin und her, bis die Gäste nach gut acht Minuten ihr erstes Tor und damit die Führung erzielten. Die Luchse-Reaktion war stark – sie spielten konzentriert und fokussiert weiter, kein Grund zur Panik! Keine zwei Minuten nach dem 0:1 war der Ausgleich erzielt, die dritte Reihe schlug zu. Ein stark aufgelegter Dave König nach Vorarbeit von Maier und Junker beendeten den Rückstand – es sollte bis zum Ende der einzige bleiben! Damit nicht genug: die Luchse hielten den Druck aufrecht und wurden belohnt: zwei Minuten vor der ersten Drittelpause traf die 1. Reihe mit Michael Hodge nach Vorarbeit von Welser und Schwab, sodass es mit 2:1 in die Kabine ging.

Niels Hilgenberg setzte im zweiten Drittel mit dem 3:1 noch einen drauf, allerdings blieb Chemnitz dran und verkürzte kurz danach wieder – alles war möglich, beide Goalies konnten sich über Arbeit nicht beschweren und machten einen tollen Job. Auch das letzte Drittel war nichts für schwache Nerven: Emanuel Grund netzte in Minute 45 auf Vorarbeit von Maier und Pohl zum wichtigen 4:2, bevor es am Ende vor Spannung knisterte. Die sächsischen Bemühungen führten dreieinhalb Minuten vor dem Ende zum 4:3-Anschlusstreffer – so dass Chemnitz verständlicherweise in der letzten Minute mit der Empty-Goal-Brechstange versuchte, das Luchse-Gehäuse von Benjamin Dirksen ein viertes Mal zu treffen. Es gelang nicht: Luchse-Kapitän Tobi Schwab war es vorbehalten, mit dem 5:3 ins leere Tor den umjubelten Schlusspunkt zu setzen.

Starke Torhüterleistungen auf beiden Seiten

Luchse-Sprecher Stephan Andert schwärmte im Nachgang von einem tempogeladenen Spitzenspiel auf hohem Regionalliga-Niveau, Trainer Dieter Reiss lobte die Goalies beider Teams. Reiss hätte sich angesichts der Klasse des Spiels über ein paar mehr Zuschauer gefreut. Vielleicht klappt es damit schon am kommenden Samstag, wenn gegen Vorjahresmeister FASS Berlin erneut ein Spitzenspiel im Luchsbau ansteht. Die schossen sich zeitgleich mit dem Luchse-Sieg schon mal gegen Dresden warm, als sie aus der Dresdner 1:0-Führung bis zum Ende noch einen 1:11-Endstand machten. (goa) +++

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