"Wir lassen uns die Stimmung nicht verderben"
Partylaune trifft Blaulicht: Pfefferspray auf Kirmes Friesenhausen
Fotos: privat
06.10.2025 / DIPPERZ -
Es sollte ein Abend mit Freunden, den ein oder anderen alkoholischen Getränken und vor allem ganz viel fröhlicher Stimmung werden - doch es kam anders als erhofft. Gegen 1 Uhr in der Nacht (von Samstag auf Sonntag) stand ein Großaufgebot von mehreren Krankenwagen am Kirmes-Festzelt in Friesenhausen (Gemeinde Dipperz im Kreis Fulda). Der Verdacht: Pfefferspray.
Pfefferspray ist übrigens legal erhältlich und kann ohne Altersbeschränkung erworben werden, sofern es als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Der Einsatz ist auf die Abwehr von Tieren beschränkt. Bei einem Angriff auf Menschen darf es nur in einer echten Notwehrsituation eingesetzt werden, um eine unmittelbare Gefahr für Leib oder Leben abzuwenden. Andernfalls drohen Strafen wegen gefährlicher Körperverletzung.
"Wir lassen uns von solchen Aktionen nicht unterkriegen"
OSTHESSEN|NEWS erfährt aus interner Quelle, dass plötzlich mehrere Personen hustend das Festzelt am Kirmesbaum verließen. Bei zahlreichen Gästen machte sich ein Kratzen im Hals bemerkbar. Die ersten Gerüchte verbreiteten sich schnell: Es soll sich um Pfefferspray handeln. Das bestätigte die Polizei im Gespräch mit O|N am Sonntagmorgen. Viel ist allerdings noch nicht bekannt.Zum feierlichen Kirmessonntag äußerte sich auch die Kirmes selbst zum Vorfall. "Zum Glück ist nichts weiter passiert und wir konnten anschließend weiterfeiern", sagte Plohkönig Marius Goldbach im Gespräch mit O|N. "Wir lassen uns von solchen Aktionen nicht unterkriegen. Deshalb wird jetzt weiter getrunken und gefeiert!" Die ganze Aktion war glücklicherweise also nicht weiter gefährlich und niemand wurde ernsthaft verletzt.