Bundesherbstfinale in der Landeshauptstadt

"Jugend trainiert für Olympia": Fuldaer Kletterteam der RMS erreicht 5. Platz

Für das Kletterteam der Fuldaer Rabanus-Maurus-Schule ging es nach Berlin!
Fotos: Privat

03.10.2025 / BERLIN - Großer Tag für das Kletterteam der Fuldaer Rabanus-Maurus-Schule: im Rahmen des Bundesherbstfinales des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" ging es für die Mädels und Jungs nach Berlin in die Landeshauptstadt. Dort konnten sie sich in der Disziplin "Sportklettern" - die übrigens zum ersten Mal in der Altersklasse U16 Mixed integriert war - beweisen und zeigen, was sie so draufhaben.



Das heimische Team hatte beim Landesfinale in Kassel vor den Sommerferien die hessische Schulmeisterschaft erklettert und sich somit für die Teilnahme an dieser besonderen Veranstaltung qualifiziert. Diese stellt für ambitionierte Schulsportler einen Höhepunkt in ihrer persönlichen Sportbiografie dar, den nur wenige erleben dürfen. Mit großer Vorfreude fuhren die sechs Teammitglieder gemeinsam mit ihren Betreuern und Bastian Michel als begleitende Lehrkraft am 22. September nach Berlin, um die Farben Hessens zu vertreten.

Sightseeing und Fokus auf den Wettkampf

Nachdem die Fuldaer ihr Hotel am Alexanderplatz bezogen und sich anschließend akkreditiert hatten, nutzten sie den Nachmittag, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Herzen der Stadt in Augenschein zu nehmen. Trotzdem versuchte das Team an diesem Abend den Fokus zu behalten und früh zur Ruhe zu kommen, um sich auf den Wettkampftag vorzubereiten.

Hoher Anspruch an die Kletterer

Im DAV-Kletterzentrum Berlin trafen sie am nächsten Morgen auf die anderen Mannschaften, die aus elf Bundesländern entsandt worden waren, um sich auf Bundesebene zu messen. Erst pünktlich um 10 Uhr durfte die Halle betreten werden, da die vorbereiteten Routen und Boulder bis zu diesem Zeitpunkt geheim gehalten worden waren, damit sich niemand durch vorherige Analyse einen Vorteil verschaffen konnte. Schnell wurde klar, dass das der Anspruch der Kletterherausforderungen im Vergleich zum Regional- und Landesentscheid deutlich gesteigert worden war, auch wenn der Schwierigkeitsgrad der zu bewältigenden Routen und Boulder zunächst nicht ausgewiesen wurde. Später fanden die Kletterer heraus, dass sie im 8er und 9er-Bereich lagen, was ein sehr hohes Niveau darstellt, das für Gelegenheitskletterer nicht zu bewältigen ist.

Der Wettkampf selbst bestand aus dem üblichen Kletter-Dreikampf in den Disziplinen Lead, Speed und Bouldern. Neu war die Möglichkeit, die Disziplin Lead (Klettern mit Seilsicherung) im Vorstieg zu absolvieren, um somit eine höhere Punktzahl pro gehaltenem Griff zu erreichen. Diese Sicherungsmethode, die höhere Anforderungen an Technik und Psyche stellt als das für Anfänger übliche Toprope-Klettern, wurde von allen Teammitgliedern in den Wochen vor dem Bundesfinale erlernt und geübt.

Große Konkurrenz

Schnell wurde bei Wettkampfbeginn deutlich, dass sich auch die Konkurrenz, auf die das Fuldaer Team traf, deutlich verschärft hatte: Erstmals trafen sie nämlich auf Kletterinternate, Sportschulen und Schulen mit langer Klettertradition, in deren Reihen sich teilweise nur Kaderathleten auf Nationalniveau befanden. Vor diesem Hintergrund ist der erreichte 5. Platz am Ende ein großartiger Erfolg für das Team, der zeigt, dass die Kletter-Talentförderung im Rahmen der Sportklassen der RMS erste beachtliche Früchte trägt. Deutscher Schulmeister wurde das Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), dessen Mannschaft eine überragende Leistung zeigte.

Am folgenden Tag schauten sich die Fuldaer einen Judo-Wettkampf im Sportforum Hohenschönhausen an und trainierten am Nachmittag in einer stylischen Berliner Boulderhalle. Abends klang das Bundesherbstfinale für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aller beteiligten Sportarten mit einer grandiosen Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle aus, die allen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Das U16-Kletterteam der RMS trat in folgender Besetzung an: Jana Ebert, Franziska Hau, Merle Helfrich, Adrien Konow, Julius Michel und Emma Noack. Es wurde durch die Schülersportmentoren Vitus Abel und Leo Bindernagel gecoacht und betreut. Als Lehrkraft hat Studiendirektor Bastian Michel das Projekt begleitet. (js/pm)+++

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