Positive Bilanz der Aktion Stadtradeln
Petersberger radeln einmal um die Welt: Hartwig Blum lobt Einsatz
Foto: Sebastian Kircher/Gemeinde Petersberg
02.10.2025 / PETERSBERG -
Die Gemeinde Petersberg hat zum vierten Mal an der Aktion Stadtradeln teilgenommen. Insgesamt haben die Teilnehmer mehr als 41.000 Kilometer in nur drei Wochen zurückgelegt. Damit liegt die Gemeinde kreisweit ganz vorne. Der Erste Beigeordnete Hartwig Blum hat nun die eifrigsten Radlerinnen und Radler ausgezeichnet.
Die Idee hinter dem Stadtradeln ist einfach: Bei dem Wettbewerb geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen - zur Arbeit, zum Bäcker, zur Kita, zur Schule oder zum Training. Es geht darum, das Fahrrad als alternatives Fortbewegungsmittel in den Vordergrund zu stellen. In der Gemeinde Petersberg wurde dieses Jahr vom 25. Mai bis zum 14. Juni geradelt. Die 291 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben insgesamt 41.771 Kilometer zurückgelegt. "Mit der Strecke könnten wir einmal um die Weltradeln - oder 50 Mal zum Münchner Oktoberfest und zurück", sagte der Erste Beigeordnete Hartwig Blum bei der Siegerehrung.
Wettkampf zwischen Orten
Das Ergebnis liegt zwar unter dem vom Vorjahr, dennoch sind die Verantwortlichen zufrieden, schließlich ist die Zahl der Teilnehmer noch einmal gesteigert worden. Blum gab für nächstes Jahr das Ziel aus, die 300-Radler-Marke zu knacken. Für Zufriedenheit sorgt auch der Vergleich mit den restlichen Kommunen im Landkreis Fulda. Denn dieses Jahr radelten erstmals alle Städte und Gemeinden im gleichen Zeitraum.So konnten sich die Orte als zusätzlichen Ansporn untereinander einen kleinen Wettkampf bieten. "Nur die Stadt Fulda hat mehr Kilometer vorzuweisen. Alle anderen können uns Petersbergern nicht das Wasser reichen", freute sich Blum. "Zu verdanken ist das den Bürgerinnen und Bürgern, die drei Wochen lang richtig in die Pedale getreten haben", betonte er. Er hob besonders die Grundschule Marbach hervor, die mit 156 Personen wieder einmal die größte Gruppe stellte und mit fast 13.000 Kilometer einen Löwenanteil zum guten Gesamtergebnis beitrug.
Klimaschutz und Radwegausbau
"Das Stadtradeln ist ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz", erklärte der Erste Beigeordnete. Wären die 41.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt worden, seien zusätzliche sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre geblasen worden. "Natürlich ist das nur ein kleiner Baustein. Aber auch mit kleinen Schritten wie dem Stadtradeln beweisen wir, dass eine Gemeinde wie Petersberg etwas zur Eindämmung des Klimawandels beitragen kann." Das Ziel, mehr Menschen auf das Rad zu locken, habe sich die Gemeinde auf die Fahnen geschrieben. So seien in den Ausbau der Radwege in den vergangenen Jahren hohe Summen geflossen.Blick in die Zukunft
Zugleich bekräftigte Blum: "Ein Radwegenetz funktioniert nur, wenn es über Gemeindegrenzen hinweg gedacht wird. Es bringt nichts, wenn wir einen schicken Radweg bauen - und der hört dann an der Ortsgrenze zu Dipperz auf. Wir sind hier aber in guten Gesprächen mit unseren Nachbarkommunen, und der Landkreis Fulda unterstütztdankenswerterweise den Ausbau." Er kündigte daher am Schluss an: "Die Gemeinde wird auch nächstes Jahr wieder am Stadtradeln teilnehmen."
Die Sieger:
Team mit den meisten KilometernGrundschule Marbach - 12.906 km (mit 156 Radlern zugleich größtes Team)
Teams mit der besten Pro-Kopf-Bilanz
1. Rhöner Heidschnucken - 1186 km pro Kopf
2. Stick & Mehr - 680 km pro Kopf
3. Grüner Ortsverband Petersberg - 248 km pro Kopf
Teilnehmer mit den meisten gefahrenen Kilometern
1. Dieter Gunkel - 1186 km, Rhöner Heidschnucken
2. Peter Scheller - 912 km, Grüner Ortsverband Petersberg
3. Rainer Bahr - 710 km, Team MV Steinau-Steinhaus
Teilnehmerinnen mit den meisten gefahrenen Kilometern
1. Traudel Gunkel – 1186 km, Rhöner Heidschnucken
2. Heidi Willkomm – 1053 km, Stick & Mehr
3. Rebecca Fry – 1019 km, Grundschule Marbach
Sonderauslosung Gutschein von der Fahrradwelt Seng
Andreas Christ – Die brennenden Oberschenkel
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer - und nur weil das Stadtradeln vorbei ist, heißt es nicht, dass man jetzt kein Fahrrad mehr fahren sollte. Sie tun sich und der Umwelt einen Gefallen. (pm/nk)