Deutsches Feuerwehrmuseum feiert
"Geschichte trifft Ehrenamt": Volles Haus beim Museumsfest!
Alle Fotos: Martin Engel
29.09.2025 / FULDA -
Ein Fest für alle Sinne - das war das Museumsfest am Sonntag im Deutschen Feuerwehr-Museum in Fulda. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten das spätsommerliche Wetter, um sich über die spannende Welt von Brand- und Katastrophenschutz zu informieren - und dabei nicht nur zurück, sondern auch nach vorn zu blicken.
Von 10 bis 17 Uhr öffnete das Museum seine Tore und bot auf dem gesamten Gelände, in der Ausstellung, der Depothalle sowie im Außenbereich ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Museumsleiter Bernd Müller-Strauß hatte bereits im Vorfeld angekündigt: "Ein Museum muss nach draußen gehen, sich zeigen – und vor allem auch den Blick ins Jetzt und nach vorne wagen." Genau das setzte das Deutsche Feuerwehr-Museum am Sonntag eindrucksvoll um.
Feuerwehr, THW & Co. zeigten geballte Einsatzkraft
Ob historische Einsatzfahrzeuge, Geräte vergangener Jahrzehnte oder moderne Technik: Die Besucher bekamen einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung der Einsatzorganisationen. Auch Partner wie das Technische Hilfswerk (THW), der DRK-Kreisverband Fulda, die DLRG und viele weitere unterstützten das Fest tatkräftig. Ehrenamt im Fokus
Ein besonderes Anliegen des neuen Museumschefs war es, das Fest nicht nur als Präsentation von Technik, sondern auch als Plattform für das Ehrenamt zu gestalten. "Ich wollte, dass dieses Museum ein Schaufenster des Ehrenamtes wird - für Feuerwehr, THW, DLRG, DRK und viele mehr", betonte Müller-Strauß im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.Dass dieses Konzept aufging, zeigte der bunte Mix an Organisationen und Unterstützern, unter anderem reisten Helferinnen und Helfer aus dem Saarland, Lippstadt oder Gersfeld an. "Man merkt, dass die Leute für etwas brennen. Das ist Leidenschaft. Und genau diese Energie wollen wir dauerhaft im Museum verankern."
Unterhaltung, Kulinarik und Familienprogramm
Auch musikalisch wurde den Gästen einiges geboten: Die Show and Brass Band der Feuerwehr Alsfeld sorgte mit ihrem Auftritt für eine besondere Atmosphäre. Kulinarisch verwöhnte unter anderem die historische Feldküche des THW-Ortsverbandes Hünfeld mit mediterranem Hähnchengyros und Reis - ein echter Publikumsmagnet. Dazu gab es Grillklassiker, Pommes und Crêpes. "Die Pommes waren super schnell ausverkauft, auch Getränke mussten wir nachbestellen", resümiert der Museumsleiter schon am frühen Nachmittag. Einblicke in Vergangenheit - und Zukunft
Das Museumsfest zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Geschichte sein kann - vor allem, wenn sie zum Anfassen, Mitmachen und Erleben einlädt. Auch Fuldaer Museen und regionale Partner präsentierten sich mit spannenden Einblicken in ihre Arbeit. Mit dabei waren auch die "Fahrzeugschrauber", die ihre Leidenschaft für historische Technik mit den Besuchern teilten.Bernd Müller-Strauß denkt dabei bereits weiter: "Wir drehen das Museum gerade von links nach rechts – nicht mehr nur Objekte zeigen, sondern Geschichten erzählen. Wo war dieses Fahrzeug im Einsatz? Was hat es erlebt?" Und weiter: "Nicht jeder versteht sofort ein Feuerwehrauto. Aber jeder kann sich ein Hochwasser vorstellen. Von dort wollen wir künftig denken, von der Notlage zur Hilfe."
"Da legen wir noch einen drauf"
Das diesjährige Museumsfest war nicht nur eine gelungene Premiere für den neuen Leiter, sondern auch ein Testlauf für künftige Großveranstaltungen. "Das nächste Fest, da legen wir noch einen drauf. Zum Hessentag 2026 wird das hier eine echte Hausnummer", so Müller-Strauß abschließend.Die Botschaft des Tages war klar: Das Deutsche Feuerwehr-Museum in Fulda will mehr sein als ein Ort der Erinnerung – es will Zentrum für Netzwerk, Engagement und gelebte Geschichte werden. Und das mit spürbarer Leidenschaft.