Bewusstlos im Flammenrauch
Feuerwehr rettet Mann (46) auf brennender Matratze aus seiner Wohnung
In Schlüchtern sorgte eine brennende Matratze in einem Wohnhaus für einen Großeinsatz der Einsatzkräfte.
Fotos: Andreas Bejm
29.09.2025 / SCHLÜCHTERN -
Dramatische Szenen am Samstagabend: Gegen 22:00 Uhr wurde die Feuerwehr Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) zu einem Dachstuhlbrand in der Wassergasse alarmiert. Beim Eintreffen waren keine offenen Flammen erkennbar, jedoch drang Rauch aus dem 3. Obergeschoss. Im Inneren des Gebäudes zählte für die Einsatzkräfte dann jede Minute.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr haben am Samstagabend einen Mann aus seiner Wohnung in der Innenstadt gerettet, nachdem es dort zu einem Feuer gekommen war. Eine Polizeistreife, die bereits kurz nach Meldungseingang vor Ort war, begab sich zu der Wohnung in einem oberen Geschoss, aus der bereits ein Rauchmelder zu hören war und Qualm aus der Wohnungstür herausdrang. Das teilt das Polizeipräsidium Osthessen in einer offiziellen Pressemeldung mit. Weiter heißt es: "Die Beamten, denen auf Klopfen und Klingeln nicht aufgemacht wurde, öffneten daraufhin gewaltsam die Tür. Die augenblicklich später eintreffende Feuerwehr verschaffte sich dann schleunigst Zugang zu der völlig verrauchten Wohnung und rettete den 46 Jahre alten Bewohner, der nicht ansprechbar war. Nachdem er unter Hinzuziehung eines ebenfalls eingesetzten Notarztes stabilisiert werden konnte, wurde er zur weiteren Behandlung mit Verdacht auf eine schwere Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht."
Die Ursache des Brandes ist noch weitgehend unklar, eine mögliche fahrlässige Verursachung wird jedoch durch die Polizei nicht ausgeschlossen, weswegen nun weiter ermittelt wird. Offensichtlich hatte sich die Matratze, auf welcher der Bewohner bewusstlos gefunden wurde, entzündet. Die Flammen griffen daraufhin auf das Mobiliar sowie die Wand und den Boden über, sodass ein Sachschaden von 20.000 entstand, so die vorläufige Schätzung. (Andreas Bejm/ems/pm) +++