Nun gibt es auch saure Meere

Forscher warnen: Sieben von neun Belastungsgrenzen der Erde überschritten

Forscher warnen: Sieben von neun Belastungsgrenzen der Erde wurden überschritten.
Foto: picture alliance / Panther Media | Tomasz Mikielewicz

27.09.2025 / REGION - Die Erde ist ein komplexes System, in dem Klima, Ozeane, Böden und Lebewesen miteinander verflochten sind. Jetzt steht dieses System unter Druck: Von neun zentralen Belastungsgrenzen des Erdsystems sind inzwischen sieben überschritten. Das zeigt der aktuelle "Planetary Health Check" des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Neu hinzugekommen ist die Ozean-Versauerung, die sich aufgrund steigender CO₂-Werte in der Atmosphäre verschärft. Der sinkende pH-Wert der Meere gefährdet wichtige Funktionen der Ozeane und schwächt ihre Rolle als Stabilisator globaler Ökosysteme.



Der Begriff "planetare Grenzen" wurde 2009 von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung des Stockholm Resilience Centre eingeführt. Er beschreibt neun ökologische Schwellenwerte, deren Überschreitung das Risiko für die Stabilität des Erdsystems erhöht. Diese Grenzen umfassen unter anderem den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und die Veränderung des Stickstoff- und Phosphorkreislaufs

Laut aktuellen wissenschaftlichen Analysen sind sieben dieser neun Grenzen bereits überschritten. Dies bedeutet, dass menschliche Aktivitäten in diesen Bereichen so intensiv sind, dass sie das globale Ökosystem destabilisieren können.

Welche Grenzen betroffen sind:

Grenzen noch nicht überschritten, aber kritisch

Warum das so gefährlich ist

Wenn planetare Grenzen überschritten werden, steigt die Wahrscheinlichkeit irreversibler Veränderungen. Dazu zählen:
Kurz gesagt: Die Erde verliert Stabilität, die Menschheit riskiert drastische und unumkehrbare Folgen. Die Wissenschaftler warnen eindringlich davor, dass sich das Erdsystem weiter in Richtung gefährlicher Kipppunkte bewegt, an denen Veränderungen unumkehrbar wären. Gleichzeitig machen sie Mut: Positivbeispiele wie die Rückbildung der Luftverschmutzung und die Erholung der Ozonschicht zeigen, dass entschiedenes Handeln wirkt. "Wir können gegensteuern – aber wir müssen es jetzt tun", betonte PIK-Direktor Johan Rockström. (ms) +++

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