Tödlicher Messerangriff in "Überlandwerk Rhön" - Polizei stellt Ermittlungen ein
Nach schrecklicher Tat im Juli wurden die Ermittlungen eingestellt.
Archivfotos: O|N/ Rene Kunze
25.09.2025 / MELLRICHSTADT -Eine Tat, die die ganze Region in tiefen Schock versetzte: Am 1. Juli greift ein 21-Jähriger drei seiner Kollegen mit einem Messer an. Seine 59-jährige Kollegin stirbt, zwei weitere Männer, 55 und 62, werden schwer verletzt. Die schreckliche Tat ereignete sich im regionalen Stromversorger "Überlandwerk Rhön" in Mellrichstadt in der unterfränkischen Rhön. Jetzt, Wochen später, schließt die Polizei die Ermittlungen ab.
Nun warten die Behörden nun auf das vorläufige Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen über die Schuldfähigkeit des Verdächtigen. Dieses solle bald eintreffen. Auf Basis dieses Berichtes werde dann entschieden, wie es mit dem 21-Jährigen weitergeht. Er könnte angeklagt oder es könnte einen Antrag auf Sicherungsverfahren geben.
21-Jähriger: Inneren Drang zu töten verspürt
Derzeit befindet sich der Tatverdächtige in der geschlossenen Psychiatrie. Das hatte ein Ermittlungsrichter vom Amtsgericht Schweinfurt angeordnet. "Da deutlich erkennbare psychische Auffälligkeiten bestanden haben, wurde der Beschuldigte durch das Amtsgericht Schweinfurt in einer geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik vorläufig untergebracht und nicht in Untersuchungshaft genommen, welche die Einweisung in eine JVA zur Folge gehabt hätte", erklärt Oberstaatsanwalt Schweinfurt, Markus Küstner, gegenüber OSTHESSEN|NEWS.
Weiter erklärt Küstner, dass der 21-Jährige sich am Abend des Tattages zu den Vorwürfen geäußert habe. Er habe angegeben, einen inneren Drang verspürt zu haben, Menschen zu töten. "Die Auswahl sei schließlich auf seine Arbeitskollegin gefallen." Wieso es genau diese drei Kollegen traf, könne er derzeit noch nicht sagen.
Aktuell wird aus das Gutachten gewartet, erst dann kann entschieden werden, wie es mit dem Tatverdächtigen weitergeht. O|N bleibt an dem Thema dran. (kg) +++