Anlaufstellen fehlen

Keine HIV-Versorgung - Kaya Kinkel (Grüne) sieht Landesregierung in der Pflicht

Eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/DieGrünen im Hessischen Landtag hat erhebliche Defizite in der medizinischen Versorgung bei HIV-Prävention und -Behandlung im ländlichen Raum offengelegt - erklärte die heimische Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel.
Symbolbild: O|N / Martin Engel

25.09.2025 / BAD HERSFELD - Eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/DieGrünen im Hessischen Landtag hat erhebliche Defizite in der medizinischen Versorgung bei HIV-Prävention und -Behandlung im ländlichen Raum offengelegt - erklärte die heimische Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel. Besonders Nord- und Osthessen sind betroffen: Dort gibt es lediglich vier spezialisierte Arztpraxen – zwei in Kassel und zwei im Schwalm-Eder-Kreis. In Bad Hersfeld und im gesamten Landkreis Hersfeld-Rotenburg existiert keine einzige Anlaufstelle.



"Diese unzureichende Infrastruktur widerspricht dem Grundsatz einer wohnortnahen medizinischen Versorgung und gefährdet die Gesundheit vieler Menschen in unserer Region", kritisiert Kinkel. Die Landesregierung verweist in ihrer Antwort lediglich auf die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Vereinigung – und entzieht sich damit aus Sicht von Kingel ihrer Verantwortung. "Die Hessische Verfassung verpflichtet die Landesregierung dazu, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu schaffen. Das gilt auch für die HIV-Prävention und die Behandlung von Betroffenen", betont Kinkel.

Die derzeitige Situation sei nicht befriedigend, da viele Menschen aus dem Landkreis lange Wege, etwa bis nach Kassel, auf sich nehmen müssten, um medizinische Hilfe zu bekommen. Kinkel fordert daher: "Die Landesregierung muss endlich handeln und darf sich nicht länger hinter formalen Zuständigkeiten verstecken, da jede Hessin und jeder Hesse Anspruch hat auf eine angemessene Gesundheitsversorgung – unabhängig vom Wohnort." (mmb/pm) +++

Die heimische Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel (Grüne).
Archivbild: O|N

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