Einsatz verdient Respekt

Innenminister Poseck: "Wer unsere Einsatzkräfte angreift, muss ins Gefängnis!"

Treffen Innenminister Roman Poseck (Mitte) im Rahmen der Respektwoche am Dienstagmorgen in Fulda: Polizeioberkommissar Marian Lotz und Notfallsanitäter Cedric Schulz.
Fotos: Hendrik Urbin

18.09.2025 / REGION - Sie leisten wichtige Dienste für unsere Gesellschaft, sind 24/7 für unsere Sicherheit im Einsatz und halten auch in brenzligen Situationen ihren Kopf hin: Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Polizisten. Umso erschreckender ist die hohe Zahl der Angriffe auf Einsatzkräfte - und die Entwicklung. Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (CDU) will nicht länger zuschauen und fordert Knallhart-Strafen für Täter: "Wer unsere Einsatzkräfte angreift, muss ins Gefängnis!"



Allein in Hessen wurden im Jahr 2024 landesweit insgesamt 5.240 Angriffe auf die "Helden des Alltags" registriert. Ein Niveau, das viel zu hoch ist, sagt Poseck, der in dieser Woche eine Respektwoche aus dem Innenministerium heraus gestartet hat. "Wir haben einen besonderen Schutzauftrag für die, die uns schützen. Und deshalb gehen wir mit aller Härte des Rechtsstaats gegen Angreifer vor. Denn Fakt ist: Es muss sich etwas ändern."

Roman Poseck sieht aber nicht nur den Auftrag für mehr Respekt und Wertschätzung innerhalb der Gesellschaft bei der Politik, sondern vor allem auch in den Schulen und in den Elternhäusern. "Dort wird der Grundstein gelegt", betont der Minister im OSTHESSEN|NEWS-Gespräch. "Die gegenwärtige Entwicklung ist verheerend und nicht hinnehmbar. Wenn sich ehrenamtliche Feuerwehrkameraden aus dem Dienst zurückziehen und wir keinen Polizeinachwuchs mehr bekommen, weil der Job zu gefährlich wird, ist das eine absolute Fehlentwicklung, der wir entgegentreten müssen."

Keine gute Entwicklung: Die Zündschnur ist kürzer geworden!

In Fulda hat sich der Innenminister am vergangenen Dienstag erneut mit Einsatzkräften vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Polizeipräsidium Osthessen getroffen, um auf das Thema "Einsatz verdient Respekt" - eine Kampagne der Hessischen Landesregierung - nochmals aktiv hinzuweisen. Mit dabei auch: Polizeipräsident Michael Tegethoff und DRK-Chef Christoph Schwab, aber auch Bürgermeister Dag Wehner. Bereits im Mai hatte O|N, das reichweitenstärkste Online-Nachrichtenportal in Nord-Osthessen und Sprachrohr der Blaulicht-Familie, im Rahmen eines Netzwerkabends im Deutschen Feuerwehr-Museum auf das so wichtige Thema öffentlich aufmerksam gemacht.

"Die Zündschnur ist bei vielen kürzer geworden, das erleben wir in verschiedensten Bereichen: auch in Notaufnahmen und Arztpraxen, sogar im Amateurfußball auf den Sportplätzen", sagt Roman Poseck und wirbt für einen friedlichen Dialog: "Respekt und Wertschätzung sind Grundlagen unserer Demokratie. Hier müssen wir einen viel stärkeren Fokus drauflegen, denn Aggressivität zerstört den gesellschaftlichen Konsens." (Christian P. Stadtfeld) +++

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