Ein Abend voller Dank und Impulse

DRK Fulda lädt zum traditionellen Jahresempfang: "KI - Chance oder Gefahr?"

Der DRK Kreisverband Fulda lud am Dienstagabend zum alljährlichen Jahresempfang in die Aula der alten Universiät in Fulda.
Fotos: Hendrik Urbin

17.09.2025 / FULDA - Zwischen Fortschritt und Verantwortung: Am Dienstagabend hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fulda zum traditionellen Jahresempfang in die Aula der alten Universität in der Domstadt geladen. In diesem Jahr stand neben der Wertschätzung für ein weiteres erfolgreiches Jahr noch ein anderes Thema im Vordergrund: Künstliche Intelligenz (KI).


Rund 200 Gäste - Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Gesellschaft, Medizin und der Blaulicht-Familie - folgten der Einladung zum DRK Fulda-Jahresempfang. Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg betonte zu Beginn: "Kein Stuhl ist mehr frei, das zeigt, dass das DRK lebt." Auch die hessische Vizepräsidentin des Roten Kreuzes, Brigitte Wettengel, hob hervor: "Wir sind alle Teil einer der größten Bewegungen weltweit. Der Landesverband schaut mit großer Freude auf Fulda, denn der Kreisverbabnd ist in vielen Bereichen Vorbild" - lobende Worte also auch aus Wiesbaden.

Vom Blick zurück zum Blick nach vorne

In einem eindrucksvollen Video wurde auf das letzte Jahr zurückgeblickt - von der Lebensretter-Messe RETTmobil bis zu den Azubitagen. "Wir sind immer für die Menschen da und werden auch immer helfen, wo wir können", resümierte die Präsidentin in ihrer Ansprache. Dabei appellierte sie auch an die Politik, weiterhin eine Stütze für das DRK zu sein. Und das vor allem in Zeiten, in denen Fortschritt immer schneller stattfindet - was zum Hauptthema des Abends führt: Gefahren und Möglichkeiten durch KI.

In diesem Rahmen hat der international renommierte Hirnforscher Prof. Dr. Christoph von der Malsburg einen ausführlichen Vortrag gehalten. Dabei wurden die Fragen beantwortet, was KI - wie er beschreibt "ein Tsunami" - eigentlich kann, was nicht und was sie können wird. Sein Fazit: Die KI kann den Menschen nicht übertreffen. Doch bietet sie Erfolgsaussichten?

Eine Chance für das DRK?

"Wir wählen für diesen besonderen Abend immer Themen aus, die die Menschen interessieren und weiterbringen", schilderte Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Deshalb habe sich der Kreisverband Fulda besonders auf die Aufklärung durch den Experten gefreut. Denn auch für das Rote Kreuz kann Künstliche Intelligenz eine Chance bedeuten.

"Robotor können Menschen in der Pflege beispielsweise nicht ersetzen, aber sie können die Arbeit erleichtern", findet die Präsidentin. Es sei vor allem wichtig, zu wissen: "Wie weit können wir gehen?". Brigitte Wettengel ergänzte: "Wir sehen KI nicht als Gefahr, sondern wir arbeiten bereits mit ihr. In Pflegeheimen hilft das bereits dabei, Berichte effizienter zu verfassen."

"Man muss die Chancen nutzen und Gefahren beiseite lassen - auch unsere Arbeit muss sich damit auseinandersetzen", findet Vorstandsvorsitzender Christopher Schwab. Er hofft vor allem, dass jeder Gast von diesem Jahresempfang etwas für sich mitnehmen konnte. "Auch in diesem Jahr ist diese traditionelle, alljährliche Veranstaltung wieder mal gelungen", sagte er gegenüber O|N.

Abschließend haben sich die Gäste bei Kulinarik und Getränken noch in geselliger Atmosphäre angeregt über die Impulse des Abends ausgetauscht. Denn wie Brigitte Wettengel betonte "ist der Austausch - auch mit nicht Rotkreuzlern - das Wichtigste an solch einem Abend".
(Emely Schrön) +++

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