Musik, Farbenpracht, Gaumenschmaus

Weltreise im Kleinen: Interkulturelle Woche Fulda auf dem Bahnhofvorplatz

Ukrainische Nachwuchstänzer
Fotos: Bernd Götte

14.09.2025 / FULDA - Farbenpracht, Gaumenschmaus, viel Musik, aber auch nachdenkliche Töne - mit diesen Zutaten wurde die Interkulturelle Woche Fulda auf dem Bahnhofvorplatz eröffnet. Die mehreren 100 Besucherinnen und Besucher auf dem Platz wollten natürlich exotische Klänge und ungewohnte Speisen genießen, aber viele waren auch auf die eine oder andere Weise mit den polyglotten Akteuren der Eröffnungsfeier bekannt. Sie konnten eine Weltreise im Kleinen erleben, mit Abstechern nach Osteuropa, Afrika oder auch Asien.



Dabei spiegelte sich die Vielfalt der Fuldaer Bevölkerung: heimische Betreiber waren an den 25 Ständen in der Überzahl, an denen sich auch zahlreiche Initiativen präsentierten. Die konnten sich auch tatsächlich sehen lassen, wie zum Beispiel Philipp Klär, Koordinator des Bürgerzentrums Aschenberg, erklärte. Die dort übende Truppe Cervona Kalyna, bestehend aus Ukrainerinnen, und ihr junger Ableger Impuls begeisterten durch Lebensfreude, und Impuls hat auch schon national einen Preis abgeräumt, sagte Klär.

Nachdem das Eröffnungsprogramm schon einige Zeit lief, gab Bürgermeister Dag Wehner (CDU) den offiziellen Startschuss für die interkulturelle Woche. Zuvor hatte er sich beim gemeinsamen Volksliedersingen noch für das Kreuzberglied unter die Sängerinnen und Sänger gemischt. "Wir setzen auch dieses Jahr ein kraftvolles Zeichen dafür, was unsere Stadtgesellschaft ausmacht", erklärte der Bürgermeister anschließend und warb für Vielfalt und Zusammenhalt.

Der Vorsitzende des Ausländerbeirats Abdulkerim Demir bezog Stellung: Diejenigen, die kriminell würden, müssten mit Abschiebung rechnen, denn sie schadeten dem Ansehen aller Ausländer in Deutschland. Allerdings werde oft in der öffentlichen Debatte ausgeklammert, dass Integration vielerorts auch funktioniere. Ohne Migration sähe es in vielen Bereichen auf dem Arbeitsmarkt schlechter aus. Fast schon Tradition hat auch die interreligiöse Andacht zur Eröffnung, welches diesmal von Pfarrer Winfried Bittner von der katholischen Kirche, von Dieter Röbig als Vertreter der evangelischen Kirche und von Imam Iliaz Janjua von der Fuldaer Ahmadiyya-Gemeinde gehalten wurde.

Das komplette Programm für die Interkulturellen Woche. (Bernd Götte)+++

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