Zum Jubiläum sucht "Mogli" Paten
Seit 15 Jahren: Kinder-Projekt von SkF und katholischer Familienbildungsstätte
Fotos: privatFoto: Bistum Fulda / Katholische Familienbildungsstätte Fulda
15.09.2025 / FULDA -
" . . . damit ein Kind Kind sein darf" lautet das Leitmotiv des "Mogli"-Projektes, das es seit genau 15 Jahren gibt und das in dieser Zeit viele Kinder (und Erwachsene!) froh gemacht hat.
2010 hatten der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Fulda und die Katholische Familienbildungsstätte Fulda "Mogli" ins Leben gerufen. Seitdem hat es etwa 300 Patenschaften gegeben. Damit das Projekt weiter fruchtbar wirken kann, werden Frauen und Männer gesucht, die sich ehrenamtlich einbringen möchten.
Ausgangspunkt für das Projekt war in Fulda der "Runde Tisch Kinderarmut" gewesen. Darauf aufbauend hatten der SkF Fulda und die Katholische Familienbildungsstätte ein Konzept entwickelt, wie es durch Patenschaften gelingen könnte, Kindern für zwei bis drei Stunden wöchentlich "Zeit zu schenken". An diese Basis für "Mogli" erinnern SkF-Vorsitzende Ursula Schmitt, SkF-Geschäftsführerin Sarah Muth und Schwester Debora Schneider, Referentin Fachstelle Ehrenamt beim SkF.
Vertrauen und Verlässlichkeit
Bei der Namenssuche war man sich damals schnell einig gewesen: "Mogli sollte es sein. Dieser literarischen Figur ist im "Dschungelbuch" mit "Balu" ein gewichtiger Aufpasser und Helfender zur Seite gestellt. Genau das ist Ziel des Patenprojekts: Kindern neue Lebenswelten erschließen sowie An-Vertrauen, Kontinuität und Verlässlichkeit vermitteln. Auch wenn die Dauer auf zwei Jahre begrenzt ist – der Kosten wegen.Zitiert sei ein Pate in der Infobroschüre: "Wir begleiten Kinder, haben Freude und Spaß miteinander und fördern sie im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, die eigenen Talente zu entdecken und sie zu stärken". Demgegenüber formuliert ein Kind, dass es "Spaß macht, mit meiner ,Mogli‘-Patin etwas zu unternehmen. Ich finde es schön, dass ich auch mal der Bestimmer sein darf".
Schulungen für die Paten
Wichtig ist auch, dass es ständig Schulungen gibt, um die Paten nicht allein zu lassen. So stehen beispielsweise Themen wie Abgrenzung, Armut, Demokratieverständnis, sexuelle Prävention oder auch Kindeswohlgefährdung an. Denn auch seitens der Eltern beziehungsweise der/des Alleinerziehenden ist es bisweilen nicht einfach, das eigene Kind einem Außenstehenden anzuvertrauen.Hier kann man sich melden
Mitte Oktober startet ein Basiskurs "Soziales Ehrenamt", Mitte November dann jeweils ein Aufbaukurs. Wer sich dafür interessiert oder sich bei "Mogli" um eine Patenschaft bewerben möchte, der kann sich anmelden unter schneider@skf-fulda.de beziehungsweise unter der Telefonrufnummer 0661-839455. (pm/hhb) +++