Nachwuchskräfte von morgen

Großer Andrang: 31. Bildungsmesse öffnet ihre Türen als ein "Ort der Chancen"

Die 31. Bildungsmesse konnte am Donnerstagmorgen eröffnet werden. Ein Erfolgskonzept, das sich fest etabliert hat.
Fotos: Marvin Myketin

12.09.2025 / FULDA - Eine Brücke schaffen zwischen Schule und Beruf: Die 31. Auflage der Bildungsmesse startete am Donnerstagmorgen mit einem enormen Andrang im Fuldaer Konzepthaus Karl. Dr. Christian Gebhardt, IHK-Präsident Fulda, brachte es bei der Eröffnung auf den Punkt: "Es ist mehr als eine Veranstaltung - es ist ein Zukunftsversprechen. Wir bringen junge Menschen mit Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen zusammen. Begegnungen werden geschaffen, die den Grundstein für die berufliche Karriere legen können."



Drei Tage lang verwandelt sich die Innenstadt "in ein lebendiges Zentrum der Berufsorientierung". Mit über 140 Ausstellern - darunter etwa das DRK Fulda, das Klinikum Fulda, Herz-Jesu-Krankenhaus, Sparkasse, Bickhardt Bau, das Polizeipräsidium Osthessen, die Stadt Fulda sowie der Landkreis Fulda - kann so, laut Gebhardt, die Vielfalt der regionalen Bildung eindrucksvoll präsentiert werden. Vor Ort dreht sich alles um Ausbildungsplätze, Praktika und duale Studiengänge. Viele Mitmach-Aktionen sorgen bei den Besuchern auch für reichlich Spaß, Neugierde und einen lockeren Austausch.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Die Region Fulda steht, wie der IHK-Präsident hervorhob, wirtschaftlich stark da. "Und doch sehen wir uns mit einer großen Herausforderung konfrontiert - dem Fachkräftemangel." Laut aktuellen Prognosen werden bis 2030 allein im Kreis Fulda über 11.000 Fachkräfte fehlen. "Besonders betroffen sind das Handwerk, Pflegeberufe, Logistik und Unternehmensführungen." Umso wichtiger seien genau solche Formate, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Persönlicher Austausch unabdingbar

Landrat Bernd Woide (CDU) lobte die Atmosphäre vor Ort. "Es ist immer wieder ein schönes Bild, wenn man durch die Gänge mit den vielen Ständen läuft." Ob man solche Formate in Zeiten virtueller Angebote überhaupt noch benötigt? "Es ist notwendiger denn je, von Person zu Person reden. Es ist genau richtig, dass wir das machen und das zeichnet unsere Region aus. Dabei sind kurze Wege und direkt miteinander zu sprechen, das Wesentliche. Denn das Thema Fachkräftesicherung ist eben ganz entscheidend."

"Wir möchten den jungen Generationen Zuversicht geben"

Als einen "Ort der Chancen" umschrieb Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld diese Messe. Er stellte treffend heraus: "Wir befinden uns, genauso wie das Konzepthaus Karl, vielfach im Wandel. Die Dinge verändern sich, aber wenn wir mit Mut an die Dinge rangehen, dann kann uns das auch gut Gelingen. Und genau das ist hier spürbar." Mit der Bildungsmesse könnten so wertvolle Erfahrungen weitergegeben werden - und gleichzeitig "möchten wir damit der jungen Generation Zuversicht geben".

Sehen Sie weitere Eindrücke in unserer Bildergalerie von O|N-Fotograf Marvin Myketin. (Maria Franco) +++

↓↓ alle 7 Artikel anzeigen ↓↓

X