Zuständigkeit unklar

A3-Tragödie: Drei Tote bei Unfall – Ermittlungen gegen US-Soldaten laufen

Das Trümmerfeld auf der A3 bei Frankfurt-Süd nach dem verheerenden Unfall mit drei Toten.
Fotos: 5VISION.NEWS

10.09.2025 / FRANKFURT AM MAIN - Nach dem tödlichen Crash auf der A3 bei Frankfurt-Süd (OSTHESSEN|NEWS berichtete) gibt es neue brisante Erkenntnisse: Der mutmaßliche Unfallverursacher, ein 25-jähriger US-Soldat, steht nun im Fokus der Ermittlungen. Wie FFH berichtet, bestätigt die Staatsanwaltschaft Frankfurt ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs.


Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Dominik Mies bestätigte gegenüber FFH, dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Dem Mann wird fahrlässige Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen. Zuvor hatten bereits andere Medien, darunter der Wiesbadener Kurier, über den Hintergrund des Fahrers berichtet.

Unfall beim Spurwechsel

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen soll der 25-Jährige rechts überholt haben. Beim Wechsel zurück auf die linke Spur stieß er mit einem Audi zusammen. Das Fahrzeug schleuderte daraufhin über die Mittelleitplanke und krachte auf der Gegenfahrbahn in zwei weitere Autos. Für drei Menschen kam jede Hilfe zu spät: Ein 20 Jahre alter Mann und eine 21-Jährige starben noch am Unfallort, ein 38-Jähriger erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Zuständigkeit noch unklar

Da es sich bei dem Beschuldigten um einen US-Soldaten handeln soll, ist derzeit offen, wer den Fall letztlich verhandelt. Möglich ist, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft zuständig bleibt – es könnte jedoch auch sein, dass ein US-Militärgericht die weiteren Schritte übernimmt.

Der tragische Unfall wirft auch Fragen zum Überholverhalten auf. In Deutschland ist Rechtsüberholen grundsätzlich verboten. Anders sieht es in den USA aus: Dort ist das Rechtsüberholen in vielen Bundesstaaten erlaubt.
(Constantin von Butler) +++


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