Wunderbare Reiseimpressionen

Vernissage der Foto-Ausstellung: Volker Feuerstein zeigt uns die Welt

Im Foyer der Fuldaer Zeitung wurde am Freitagabend eine Ausstellung mit "Reiseimpressionen" des Journalisten Volker Feuerstein eröffnet.
Foto: Erich Gutberlet

06.09.2025 / FULDA - Den Mann kennt jeder, aber kennen Sie auch seine Fotos? Im Foyer der Fuldaer Zeitung wurde am Freitagabend eine Ausstellung mit "Reiseimpressionen" des Journalisten Volker Feuerstein eröffnet. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine sehr besondere Expedition in die Welt, mit dem viel gereisten Fuldaer als "Reiseleiter".



In irgendeiner Wirtsstube im Fuldaer Land trat ein Gast an den Tisch und fragte: "Sind Sie nicht der Herr Feuerstein?" Die trockene Antwort: "Ich kann es nicht leugnen." Nein, verleugnen kann sich "der Volker", wie ihn viele nennen, nicht. Er ist zweifellos in Fulda und Umgebung bekannter als sämtliche Chefredakteure, die er in seinem nicht enden wollenden Berufsleben kommen und gehen sah. Der Doyen des fuldischen Journalismus ist eine Institution. Einer, der den Menschen was sagt und was zu sagen hat. Seit sechs Jahrzehnten im Dienst der Fuldaer Zeitung. Ein eleganter Schreiber, dem kein Thema fremd zu sein scheint. Kriminalfälle, Prozesse, Firmengeschichten, gastronomische Entdeckungen, Politik, Kunst und Künstler: alles hat er sich schon vorgeknöpft und in Berichten, Reportagen, Porträts und Leitartikeln verarbeitet.

Und natürlich: Reisen. "Der Volker" ist halt gerne mal weg von daheim, und immer versorgt er danach seine Leserschaft mit seinen Entdeckungen, Empfehlungen und kritischen Erfahrungen. Besonders bei diesem Thema zeigt sich: Fotografieren kann er auch. Da ist über die Jahre einiges zusammengekommen, kaum ein Landstrich, den er nicht bereist hat. Die meisten seiner Fotos sind mit einer für heutige Handy-Fetischisten monströs wirkenden Nikon-Kamera aufgenommen. Die touristischen Motive hat er anderen überlassen. Wir begegnen durch ihn selten besuchten Landstrichen, verborgenen Tempeln, geheimen Ecken. Vor einer Taverne in Italien verkündet ein Schild: "Wir sind gegen den Krieg und gegen Touristen-Menüs." Ausgerechnet im beinahe abstinenten Indonesien offenbaren Wirtsleute ihre Botschaft: "Rettet die Erde! Es ist der einzige Planet mit Wein!" Vor allem aber und immer wieder begegnen wir Menschen. Einem kleinen Jungen, den Feuerstein "Kaiser von China" nennt. Einem Tango-Paar. Einem Indio namens Alberto. Und einer japanischen Puppenspielerin mit ihrer Puppe. "Das", sagt er, "ist mein Lieblingsfoto."

Dr. Thomas Schmitt, Herausgeber der Fuldaer Zeitung, hat die Ausstellung eröffnet. Man spürt in seinem Vortrag den Stolz auf diesen sehr besonderen Mitarbeiter, in dessen Bildern man sich verlieren kann. Wann wird aus einem Foto eine "Impression"? Wenn es uns berührt, beeindruckt, in den Bann zieht. Pedro Herzog vom "Förderkreis Galerie 21": "Spannende Begegnungen und skurrile Funde erzählen uns etwas. Finden Sie heraus, was die Fotos Ihnen erzählen."

Das ist ein guter Vorschlag. Der Fuldaer Förderkreis präsentiert die Ausstellung während des gesamten Septembers im Foyer der Fuldaer Zeitung.(Rainer M. Gefeller)+++

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