Der Stadtpfarrer bei O|N
Impuls von Stefan Buß: Fest Kreuzerhöhung (2025)
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
13.09.2025 / FULDA -
Das Johannesevangelium spricht von der "Erhöhung" Jesu am Kreuz. Gemeint ist nicht nur das Emporgehobenwerden an den Balken, sondern zugleich die Erhöhung in die Herrlichkeit des Vaters. In der tiefsten Erniedrigung geschieht schon die Erhöhung. Das ist das Paradox des christlichen Glaubens: Aus dem Zeichen des Todes wird das Zeichen des Lebens, aus dem Holz der Schande wird der Baum des Heils.
Darum feiert die Kirche: Wir "erhöhen" das Kreuz, weil wir wissen, dass wir in unseren eigenen Kreuzen nicht allein sind. Jede Not, jede Last, die wir tragen, kann mit Christus verbunden sein und wird dadurch verwandelt.
Schauen wir also heute neu auf das Kreuz: nicht als Drohung, sondern als Einladung; nicht als Ende, sondern als Anfang; nicht als Niederlage, sondern als Sieg. Wer unter dem Kreuz steht, darf schon auf die Auferstehung hoffen.
Und so dürfen wir mit Dankbarkeit bekennen: "Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist unser Heil, unser Leben und unsere Auferstehung." (Stefan Buß) +++