Eigentümerin Friederike Franz denkt an Horas

Nach Schließung des Nahkauf: "Immobilie soll weiterhin Stadtteil bereichern!"

Die Nachricht über die Schließung des Lebensmittelladens nahkauf in Fulda-Horas hat große Resonanz ausgelöst.
Fotos: Rene Kunze

06.09.2025 / FULDA - Die Nachricht über die Schließung des Lebensmittelladens Nahkauf in Fulda-Horas (wir berichteten aktuell) hat große Resonanz ausgelöst. Viele langjährige Stammkunden wandten sich an unsere Redaktion und in den sozialen Medien mit der Frage: Wie geht es mit der Filiale nun nach der Schließung am 15. September weiter? OSTHESSEN|NEWS hat nachgehakt.



Bereits am 31. August hatte der Fuldaer Betreiber Deniz Aydindag seine Kundschaft via Facebook über das Ende des Marktes informiert. In einem emotionalen Post bedankte er sich für die Treue und Unterstützung - besonders bei Stammkunden, Sportvereinen und langjährigen Begleitern. Doch wie geht es mit der Immobilie in der Niesiger Straße weiter? OSTHESSEN|NEWS hat bei der langjährigen Eigentümerin Friederike Franz nachgefragt, wie es denn weiter geht. Vorab: Die Horaser können beruhigt sein.

"Die Immobilie muss ein Gewinn für den Stadtteil bleiben, komme was wolle"

"Man muss positiv in die Zukunft blicken und offen für Neues sein", betonte Franz zu Beginn des Gesprächs. Was letztendlich in die Immobilie in der Niesiger Straße kommt, sei zwar noch ungewiss, aber eines sei für sie klar: "Mir liegt es sehr am Herzen, dass der Stadtteil Horas mit dem künftigen Konzept bereichert wird. Die Immobilie muss ein Gewinn für den Stadtteil bleiben, komme was wolle." Und da ist sie guter Dinge. Franz selbst ist Horaserin von Geburt an. "Die Immobilie wurde 1979 von meinen Eltern gebaut. Viele Jahrzehnte lang wurde dort mit ganz viel Herzblut gearbeitet - insbesondere meine Mutter hat die Metzgerei aufgebaut, die weit über Fulda hinaus bekannt war. Damit wurde auch der Name Schaurich zu einer Marke. Ich selbst bin hier im Stadtteil groß geworden und habe schon als Kind in dem Laden mitgeholfen – deshalb verbindet mich auch persönlich sehr viel mit diesem Ort."

Nun endet ein Kapitel. Umso emotionaler ist natürlich die aktuelle Situation. "Diese Immobilie liegt mir und meiner Familie daher sehr am Herzen. Die Immobilie biete mit 600 Quadratmetern Verkaufsfläche, 300 Quadratmetern Keller, guter Lage und vielen Parkplätzen beste Voraussetzungen. "Der Standort ist einfach super", betont sie.

Derzeit laufen viele Gespräche mit potenziellen Mietern - auch Renovierungen seien notwendig. "Ich brauche einen stabilen Mieter, der letztendlich auch gut wirtschaften kann. Dabei konzentriere ich mich nicht auf den Lebensmittelbereich - ich bin offen, was die Nutzung angeht. Ich bin mir sicher, dass mit tollen Visionen und Ideen von Bäckerei und Floristik über Physiotherapie bis hin zu Drogerie und Fitness alles möglich ist. Ob am Ende ein starker Einzelmieter oder zwei, drei kleinere Unternehmen, die sich in einem stimmigen Konzept zusammenfinden, einzieht, hängt davon ab, was für den Stadtteil den größten Mehrwert bringt und gleichzeitig für mich als Eigentümerin nachhaltig umsetzbar ist."

Franz bezeichnet die aktuelle Situation als einen Wendepunkt, eine neue Zeit, und betont abschließend ganz klar: "Ich freue mich darauf, diesen Ort gemeinsam mit starken Partnern so weiterzuentwickeln, dass er Horas auch in den kommenden Jahrzehnten bereichert." (Mathias Schmidt) +++

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