"Unsere Arbeit ist wie eine Impfung"

Engagement, Beratung und Unterstützung - ISUV feiert 50-jähriges Jubiläum


Fotos: Marvin Myketin

05.09.2025 / FULDA - "Hilfe zur Selbsthilfe" - genau so lässt sich die Arbeit des 'Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht' (ISUV) am besten beschreiben. Bereits seit 50 Jahren hilft der Verein Betroffenen bei Trennungs- und Scheidungsproblemen, aber auch zur Vorbereitung der Eheschließung und dem Zusammenleben - einfach bei allem rund um das Familienrecht. "Wir unterstützen die Eltern, doch im Fokus liegen für uns die Kinder", so ISUV-Kontaktstellenleiter Fulda Klaus Bednorz.


Diese für alle Betroffenen wichtige Arbeit feierte die ISUV am Donnerstagnachmittag in der Städtischen Volkshochschule Fulda. Zum 50-jährigen Jubiläum referierte der rechtspolitischer Sprecher der ISUV, Thomas Goes über die Veränderung des Familienrechts. Gertrut Schmidt trug Grußworte von de Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Fulda vor und auch Michael Brand (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestags, richtete seine Grußworte per Video an die ISUV und ihre Gäste. "Ich danke dem Verband für sein Engagement, seine Beratung sowie dessen gerechte und verlässliche Unterstützung. Sie leisten einen Beitrag sowohl für die Familien als auch für die gesamte Gesellschaft. Auf weitere unterstützende Jahre", lobte Brand. Auch Mitglieder des Vereins wurden im Anschluss geehrt.

"Man muss uns hören und spüren können"

Nach der ISUV-Gründung 1975 folgte 2007 die Stelle in Fulda. Trotz anfänglicher Bedenken, dass keiner das Angebot nutzen würde, erschienen bereits zur ersten Veranstaltung zahlreiche Interessierte. Mittlerweile kann der Verein über insgesamt 500 Mitglieder verzeichnen. "Mit unseren Gesprächen helfen wir den Betroffenen, dass sie sich mit ihren Problemen nicht alleine fühlen", fasste Bednorz in seiner Eröffnungsrede zusammen.

Viele verbinden mit der ISUV die Arbeit, wenn bereits etwas geschehen ist, doch der Fokus liegt auch auf der Prävention. "Es geht bei uns um Eheschließung und Zusammenleben. Das ist wie eine Impfung - man muss wissen, was auf einen zukommt und was einen in Zukunft erwartet", erklärte der Fuldaer Kontaktstellenleiter im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Doch in die Entwicklung soll auch in Zukunft weitergehen. So fasste Bednorz zusammen: "Wir müssen viel aktiver werden - mehr in die Öffentlichkeit. Man muss uns hören und spüren können. Frauen haben sich in den letzten Jahren emanzipiert, jetzt sind die Männer dran, sich zu "efrauzipieren". Und das machen schon viele Männer - sie laufen mit Kindern vor der Brust herum." Eine wahrhaftige Gleichberechtigung ist also das Ziel der ISUV. (mis) ++++

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