Eifa besonders betroffen

SPD beantragt Fördermittel für Schutz vor Starkregenschäden

Die SPD beantragt Fördermittel für Schutz vor Starkregenschäden
Foto: SPD-Alsfeld

31.08.2025 / ALSFELD - Die jüngsten Starkregenereignisse haben deutlich gemacht, wie dringend Vorsorge im Schutz vor Starkregenschäden ist. Besonders betroffen war im vergangenen Jahr der Alsfelder Stadtteil Eifa. Dort stand in der Fahrzeughalle der Kfz-Werkstatt von Marko Becker das Wasser rund 40 Zentimeter hoch.



"Wenn uns noch einmal ein solcher Schaden wie 2024 trifft, könnten wir unseren Versicherungsschutz verlieren. Das würde die Existenz unseres Betriebes in Eifa gefährden", warnt Becker. Inzwischen wurden Spundwände installiert, die jeden Abend vor die Werkstore gestellt werden müssen – ein erheblicher Aufwand, aber notwendig, um das Gebäude zu schützen.

Wie unberechenbar Starkregen sein kann, verdeutlichte auch Diplom-Ingenieur Andreas Blank vom zuständigen Planungsbüro bei der Präsentation der neuen Starkregenkarten in der Alsfelder Feuerwache: "Starkregenereignisse kommen schnell und ohne nennenswerte Vorwarnzeit. Die Straßen werden zu Abflusswegen, da die Kanalisation die Wassermengen nicht mehr aufnehmen kann. Dann sucht sich das Wasser auch den Weg in die Gebäude."

Blank wies darauf hin, dass Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig angebracht und zuverlässig wirksam sein müssen. Sandsäcke seien zwar leicht zu beschaffen, müssten aber unmittelbar vor dem Regen gestapelt werden – und das nur, wenn jemand vor Ort sei. Effektiven Schutz gegen eindringendes Wasser aus der Kanalisation böten Rückstauklappen, die bei Neubauten bereits vorgeschrieben sind.

"Dringend notwendige Maßnahmen im Hochwasserschutz"

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Alsfeld einen Antrag eingebracht, um Fördermittel für dringend notwendige Maßnahmen im Hochwasserschutz zu sichern. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger wirksam vor künftigen Überschwemmungen zu schützen und Risiken rechtzeitig zu minimieren.

"Die Risiken sind aufgezeigt – wir können die Bürgerinnen und Bürger jetzt nicht im Regen stehen lassen", erklärt Dr. Christoph Stüber, Vorsitzender der SPD Alsfeld. "Es ist unsere Verantwortung, vorausschauend zu handeln und die Sicherheit aller zu gewährleisten."

Mit dem Antrag will die SPD erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger bei baulichen Maßnahmen direkt unterstützt werden. Auch in Zeiten knapper Kassen, muss es möglich sein, mit den Steuergeldern der Alsfelder Bürger, sinnvolle und notwendige Maßnahmen zu fördern und zu unterstützen.

"Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist. Prävention ist immer günstiger und nachhaltiger als die Bewältigung von Schäden nach einem Hochwasser", betont Fraktionsvorsitzender Achim Quehl. Die SPD setze sich dafür ein, dass der Schutz vor Starkregenereignissen nicht aufgeschoben, sondern zügig umgesetzt werde – zum Schutz von Menschen, Häusern und Infrastruktur, so die Sozialdemokraten in der Pressemitteilung abschließend. (pm/hhb) +++

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