Spitzenreiter über Nacht

HSV weiterhin makellos in der Hessenliga - 2:1-Auswärtssieg

Auch gegen Hanau überzeugt die Mannschaft rund um Coach Johannes Helmke.
Archivfoto: O|N/ Charlie Rolff

31.08.2025 / HANAU - Der Hünfelder SV ist weiterhin außer Rand und Band: Auch in Hanau gewann der HSV mit 2:1 (0:1), ist nach fünf Spielen makellos und Spitzenreiter der Hessenliga – zumindest über Nacht.



HSV-Coach Johannes Halmke musste puzzeln, denn gerade im defensiven Zentrum fehlten ihm mit Dennis Müller, Luca Uth, Sven Kemmerzell und Jonas Simon gleich vier Spieler, weswegen Petr Paliatka auf der Sechs aushelfen musste und ihm mit Yunus Kocak einer von drei Startelfdebütanten an die Seite gestellt bekam. Die anderen waren Leihspieler Max Lindemann, der mit Bartosz Witkowski die Flügelzange mimte, und Nicolas Häuser, der neben Marcel Dücker verteidigte.

Hessenliga: HSV ist Spitzenreiter über Nacht

Und Hünfeld hatte gegen das Schlusslicht zu kratzen, weil sich der bis dato verlustpunktfreie HSV in neuer Formation den Schneid abkaufen ließ und immer wieder Ballverluste in der kritischen Phase leistete. Kein Wunder, dass Okan Savas Führungstreffer genau nach diesem Schema fiel (10.). Doch Hanau verpasste es, nachzulegen und zollte dem hohen Tempo bereits nach einer halben Stunde das erste Mal Tribut. Und so hätten Marcel Trägler – nach Lindemann-Vorlage – oder Jemal Kassa – nach Witkowski-Vorlage – für das 1:1 sorgen können, wenn nicht müssen.

Die Pausenführung für 93, bei dem Last-Minute-Neuzugang Leandro Baumann direkt in der Startelf stand, war dennoch verdient. Der Ausgleich nur neun Minuten nach Wiederanpfiff aber ebenfalls, denn Hünfeld legte los wie die Feuerwehr: Erst scheiterte der gerade eingewechselte Maximilian Fröhlich noch zweimal selbst, dann war er maßgeblich am 1:1 beteiligt, als HSV-Keeper Jannis Maul Fröhlich schickte und dessen Tiefenlauf am langen Ende Lindemann verwertete (54.).

Neben Fröhlich hatte Helmke zur Pause auch Aaron Gadermann gebracht und Gadermann ist derzeit einfach in Topform vorm gegnerischen Tor: Der hochgewachsene Innenverteidiger lief ideal in Leon Zölls starken Freistoß aus dem Halbfeld und erzielte bereits sein viertes Saisontor. 2:1 für den HSV, der jetzt auch moralisch klar obenauf war. Den Sieg verdienten sich die Zuse-Städter, machten sich aber das Leben selbst schwer, weil sie mehrere hochkarätige Gelegenheiten vergaben. Dem HSV war das freilich egal, weil er eine extrem kritische Nachspielzeit "überlebte", als Hanau plötzlich auf den Ausgleich drückte. Dann aber versammelten sich die Hünfelder eiligst zum obligatorischen Teamfoto, um den dritten Auswärtssieg in dieser Saison zu feiern. Es wird unheimlich, auch wenn die Leistung diesmal nicht ideal war!

Die Statistik:

FC Hanau 93: Anagu; Feselmayer (71. Abdi), Toutoukpe, Belavskis, Dramali – Major, Baumann – Savas, Karacaga, Süsin – Vuko.
Hünfelder SV: Maul; Vogler, Häuser, Dücker, Zöll – Kocak (46. Gadermann), Paliatka (85. Witte) – Lindemann (79. Zentgraf), Kassa (46. Fröhlich), Witkowski (64. Herr) – Trägler.
Schiedsrichter: Steffen Rabe (VfB Wetter).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Okan Savas (10.), 1:1 Max Lindemann (54.), 1:2 Aaron Gadermann (65.). (tg)+++

Hinweis:
Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.

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