Bekenntnis zum Standort Fulda

Millionenverluste bei EDAG: 1.000 Stellen in Deutschland fallen weg

Nach Millionenverlust kündigt der Entwicklungsdienstleister harte Einschnitte an.
Archivfoto: O|N/Henrik Schmitt

30.08.2025 / FULDA - Die Krise in der Automobilbranche erreicht nun auch den Fuldaer Entwicklungsdienstleister EDAG mit voller Wucht. Bereits Anfang August hatte das Unternehmen gegenüber OSTHESSEN|NEWS von einer "sehr angespannten Wirtschaftslage" gesprochen. Schon damals äußerte die IG Metall große Sorgen um die Fuldaer Belegschaft.



Nun bestätigte Finanzvorstand Holger Merz gegenüber der Fuldaer Zeitung einen massiven Stellenabbau: Rund 1.000 Arbeitsplätze in Deutschland sollen wegfallen. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz der Unternehmensgruppe von 429 auf 366,7 Millionen Euro - ein Minus von 14,5 Prozent. Statt eines Gewinns weist EDAG einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 7,5 Millionen Euro aus. Bereits 600 Stellen seien seit Jahresbeginn, vor allem durch natürliche Fluktuation gestrichen worden. Auch die Zahl der internen Recruiter wurde von knapp 50 auf unter 20 reduziert; derzeit befinden sich rund 200 Vollzeitstellen in Kurzarbeit.

Die deutlich rückläufige Nachfrage aus der Automobilindustrie zwingt EDAG zu einem strikten Sparkurs. Dennoch betont das Unternehmen die Bedeutung Fuldas als "wichtigen Entwicklungsstandort" und hält an der Automobilbranche fest. Parallel dazu sollen jedoch neue Geschäftsfelder wie die Rüstungsindustrie erschlossen werden. (ms) +++

Der EDAG-Standort in Fulda.
Archivfoto: O|N/Rene Kunze

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