Fördermittel sind überschaubar
Ersatz nach vielen Dienstjahren: Zwei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr
Fotos: Hans-Hubertus Braune
31.08.2025 / NIEDERAULA - Die Übergabe von Fördermittelbescheiden ist eine erfreuliche Angelegenheit: Der Antragsteller bekommt vom Staat finanzielle Mittel für seine Anschaffungen. Für die Feuerwehr Niederaula bedeutet dies: Für die Ersatzbeschaffung von zwei Fahrzeugen erhalten die überörtlich tätigen Einsatzkräfte insgesamt 125.450 Euro.
Regierungspräsident Mark Weinmeister überbrachte am Freitagmittag die entsprechenden Bescheide für ein Neufahrzeug der Kategorie Staffellöschfahrzeug StLF 20 und ein Neufahrzeug der Kategorie Gerätewagen GW-L2 (gefördert wird ein "1er"). Sie sollen das im Jahr 2001 in Dienst gestellte Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und den bereits seit dem Jahre 1991 diensthabende Gerätewagen ersetzen. Den GW-N haben die Niederaula vor zwölf Jahren für 3.500 Euro von der Gemeinde Wildeck übernommen.
Weinmeister hob in seiner Rede die Bedeutung und die Zunahme der Aufgaben der Feuerwehren in Hessen hervor. Besonderheit sei, dass Niederaula gleich zwei Bescheide erhalten habe. Gut 14 Monate nach der Antragsstellung können die beiden Planungsgruppe nun in die konkrete Auswahl gehen.
Alles eine Frage der Sichtweise
Schenk kritisierte, dass in der Öffentlichkeit oftmals von einer 30-prozentigen Förderung des Landes gesprochen werde. Tatsächlich beziehe sich diese Förderquote auf die in den Richtlinien des Landes festgehaltenen "zuwendungsfähigen Ausgaben". Und diese wiederum würden sich mit den Kosten in der Realität deutlich unterscheiden. Beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses seien dies rund 1,6 Millionen Euro. Tatsächlich müssten pro Halle rund eine Million Euro an Kosten kalkuliert werden. Um ein neues Gebäude zu bauen, müssen die Feuerwehren insbesondere auch die Vorgaben des Technischen Prüfdienstes einhalten.Bund als neuer Fördermittelgeber?
Der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard (CDU) kenne die Thematik Beschaffungen der Feuerwehr von seiner Zeit als Bürgermeister von Wanfried (Werra-Meißner-Kreis). Er wolle sich weiter dafür einsetzen, dass die Feuerwehren neben dem Technischen Hilfswerk als Bestandteil des Katastrophenschutzes des Bundes anerkannt und gefördert werden. Er hoffe, dass aus dem Investitions-Sofortprogramm entsprechende Mittel eingesetzt werden.Bis die neuen Fahrzeuge in den Dienst gestellt werden können, wird es voraussichtlich noch zwei bis drei Jahre dauern. Zumindest die Hoffnung ist da, dass sie dann bereits im neuen Gerätehaus ihr zu Hause finden. (Hans-Hubertus Braune) +++