Eckpunktevereinbarung
K+S hat Teilnahme am Runden Tisch abgesagt und sieht "Widerspruch"
Archivbilder: O|N/Carina Jirsch
28.08.2025 / NEUHOF - Im Vorfeld des Termins des Runden Tischs zur Reduzierung der salzhaltigen Haldenwässer am K+S-Werk Neuhof-Ellers am Mittwoch sei laut K+S eine Diskussion um die zukünftige Arbeit des Gremiums entstanden.
Das Unternehmen hatte kurzfristig in einer Pressemitteilung erklärt: Mehrere Teilnehmer hatten eine Beschlussvorlage eingebracht, die aus Sicht von K+S im klaren Widerspruch zur Eckpunktevereinbarung zwischen Gemeinde Neuhof, Bürgerinitiative Umwelt Neuhof und dem Unternehmen steht. Da kurzfristig keine einvernehmliche Lösung zum Umgang mit der Beschlussvorlage gefunden werden konnte, hat sich K+S entschieden, nicht an der Sitzung teilzunehmen.
Vorfestlegung steht einvernehmlicher Lösung im Weg
Mit der Beschlussvorlage soll die Arbeit des Runden Tisches offenbar in eine Richtung gelenkt werden, die der im Mai 2023 geschlossenen Eckpunktevereinbarung widerspricht. Die Eckpunktevereinbarung sieht als Grundprinzip des Runden Tisches Seite 2 der Presseinformation "Festlegung auf Drei-Phasen-Plan würde Eckpunktevereinbarung widersprechen", eine ergebnisoffene, unabhängige und gleichwertige Prüfung aller in Frage kommenden Maßnahmen zur Reduzierung der salzhaltigen Haldenwässer vor. Sich auf einen einzigen Ansatz festzulegen und andere Handlungsoptionen auszuklammern, würde jedoch die gemeinsam vereinbarte Arbeitsweise und eine einvernehmliche Verständigung am Runden Tisch blockieren.K+S ist zu weiteren Gesprächen bereit
K+S nimmt ein konstruktives Miteinander sowie eine ausgewogene und verlässliche Zusammenarbeit am Runden Tisch sehr ernst. Wir sind bereit, in den kommenden Tagen weitere Gespräche mit der Gemeinde und der Bürgerinitiative zu führen, um Kompromisslinien zu erörtern und über das weitere Vorgehen am Runden Tisch nach Abschluss der Fachgruppenarbeit Einvernehmen zu erzielen. Dabei kann es auch um am Runden Tisch bereits diskutierte Ansätze wie eine Pilotanlage zur Entsalzung und Fräsversuche an der Halde gehen, so das Unternehmen K+S in der Pressemitteilung abschließend. Auch die Gemeinde Neuhof und die Bürgerinitiative Umwelt Neuhof haben siganlisiert, dass sie nach wie vor zu weiteren Gesprächen bereit seien. "Die Tür zu Verhandlungen bleibt weiterhin offen", heißt es dazu von der Bürgerinitiative. (pm/hhb) +++