Pentz: "Leben über unsere Verhältnisse"
Reichensteuer im Tausch für Sozialreformen? Streit zwischen CDU und SPD
Fotos: Moritz Pappert
27.08.2025 / BERLIN -
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt schlägt vor, die Reichensteuer im Tausch für Sozialreformen zu erhöhen. Es gehe ihm darum, das Sozialsystem "zukunftsfest" zu machen. Das erklärte er gegenüber der BILD. Die SPD freut sich darüber. Aus der Union kommt Kritik. Damit kommt aber Bewegung in den seit längerem andauernden Streit.
Andreas Mattfeldt erklärte gegenüber BILD außerdem: "Ich will, dass wir weiterkommen. Damit die Mehrheit im Land merkt: Es geht voran." Aktuell beträgt die Reichensteuer 45 Prozent. Sie wird ab 23.152 Euro zu versteuerndem Einkommen im Monat fällig.
SPD-Fraktionsmanager Dirk Wiese sagt gegenüber BILD: "Gut zu sehen, dass nun auch in der CDU/CSU eine differenzierte Debatte darüber beginnt, wie man breite Teile der Gesellschaft entlasten und sehr wenige sehr Reiche stärker belasten kann." Er bezeichnete die Erhöhung der Reichensteuer auch als einen "Schritt zu mehr Gerechtigkeit."
Minister Pentz: "Wir leben über unsere Verhältnisse"
Doch aus der Union kommt Kritik. Der Parlamentskreis Mittelstand (PKM) ist gegen höhere Steuern. Ihr Chef Christian von Stetten (55) sagt gegenüber BILD, er könne sich "nicht vorstellen, dass die Mehrheit meiner Fraktion für eine Erhöhung der Einkommensteuer oder der Erbschaftsteuer stimmt". Auch CDU-Mittelstandschefin Gitta Connemann lehnt die höheren Steuern ab. Sie macht deutlich: "Neue Steuern wären Gift für unseren Mittelstand – und das falsche Signal.""Diskussionen um Steuererhöhungen sind Gift. Die Bürgerinnen und Bürger wollen endlich Reformen sehen. Sie wollen sichere Arbeitsplätze und nicht die Aussicht auf bessere Konditionen beim Bürgergeld", so Pentz abschließend. (Moritz Pappert) +++
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