Christoph 28 und 66 im Einsatz

Kletterer stürzt fünf Meter ab - schwierige Rettung in der Rhön

Am Dienstagnachmittag ist ein Kletter an der Steinwand bei Poppenhausen verunglückt.
Archivbild: O|N / Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld

28.08.2025 / POPPENHAUSEN (WAKU) - Spektakuläre Rettungsaktion in der Rhön! Ein Kletterunfall an der Steinwand bei Poppenhausen (Wasserkuppe) im Landkreis Fulda sorgte am Dienstagnachmittag für einen Großeinsatz von Bergwacht, Rettungsdienst und Feuerwehr. Ein 53-Jähriger stürzte rund fünf Meter in die Tiefe. Die Rettung gestaltete sich schwierig - auch wegen fehlender Hubschrauber.


Wie die Bergwacht Wasserkuppe auf Facebook berichtet, wurde die Einheit um 14:11 Uhr von der Leitstelle alarmiert. Ein Kletterer, der laut Polizei aus dem Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) stammt, war an der bekannten Steinwand in der Rhön abgestürzt und hatte sich dabei offenbar verletzt. Sofort rückten neben der Bergwacht auch der Rettungsdienst, ein bodengebundener Notarzt, der Fuldaer Rettungshubschrauber Christoph 28 sowie die örtliche Feuerwehr zum Einsatzort aus.

Rettung per Windeneinsatz zunächst geplant

Noch auf der Anfahrt zum Unfallort wurde nach Rückmeldung des Notarztes vor Ort eine Rettung mittels Winde erwogen - dafür wäre ein speziell ausgestatteter Hubschrauber nötig gewesen. "Allerdings stellte sich bei den Voranfragen heraus, dass von der Landespolizei keine Maschine verfügbar ist und die Maschinen der Bundespolizei sowie Bundeswehr erst nach zwei Stunden hätten am Einsatzort eintreffen können", heißt es auf der Seite der Bergwacht.

Christoph 66 aus Rheinland-Pfalz alarmiert - Planänderung vor Ort

Daraufhin wurde der mit Winde ausgestattete Christoph 66 aus Imsweiler (Rheinland-Pfalz) alarmiert. Die Anflugzeit: etwa eine Stunde. Noch währenddessen entschieden sich die Einsatzkräfte vor Ort, unter anderem in Abstimmung mit dem Piloten des Christoph 28, aus Zeitgründen für eine boden­gebundene Rettung. Mit einer Gebirgstrage wurde der verletzte Kletterer durch unwegsames Gelände zum bereitstehenden Hubschrauber transportiert und anschließend ins Krankenhaus geflogen. Der Einsatz des Christoph 66 konnte somit abgebrochen werden.

Die Bergwacht Wasserkuppe bedankt sich in ihrer Mitteilung bei allen beteiligten Einsatzkräften für die reibungslose Zusammenarbeit und wünscht dem verletzten Kletterer eine schnelle Genesung. (ems) +++

Die Bergwacht wurde gerufen.
Archivbild: O|N / Rene Kunze
Am Ende wurde der Kletterer über den Boden gerettet.
Foto: Facebook / Bergwacht Wassserkuppe

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