Ausschusssitzung im Stadtschloss
Grünen-Antrag sorgt für hitzige Debatte: Keine Naschpyramiden in Innenstadt
Foto: Stadt Limburg
28.08.2025 / FULDA -
Ein eigentlich unspektakulärer Tagesordnungspunkt sorgte am Dienstag bei der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen, Klimaschutz und Stadtplanung für viel Diskussion im Stadtschloss. Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen hatte die Einrichtung von Naschpyramiden in der Fuldaer Innenstadt, gerade mit Blick auf den Hessentag, beantragt. Das Projekt stieß auf eher geringe Zustimmung.
"Wir haben schon Themen ähnlicher Art, wie das Beispiel "essbare Stadt" im Ausschuss behandelt. Das Problem dabei ist, dass wir täglich sicherstellen müssten, dass das, was zu naschen wäre, die geforderte Qualität hat. Deshalb stellt das eine Herausforderung für die Stadt dar. Die Haftung für die Qualität der Lebensmittel können wir nicht riskieren", erklärt Stadtbaurat Daniel Schreiner.
"Nicht unsere Kernkompetenz, dass wir Obst und Gemüse bereithalten"
Er macht außerdem klar: "Es ist nicht unsere Kernkompetenz, dass wir Obst und Gemüse bereithalten. Nach Corona hatten wir Blumenkübel, die wir als Stadt selbst bepflanzt haben. Die wurden dann herausgerissen und wir fanden Döner in den Pflanzen. Deshalb kann ich nicht guten Gewissens Lebensmittel anbieten. Wir müssten diese täglich mehrfach kontrollieren." Peter Bleuel (CDU) erklärt dazu: "Für eine Stadt wie Fulda gehört es für mich nicht zur Daseinsvorsorge, dass wir das anbieten." Das sieht Michael Grosch von der FDP ähnlich: "Es müsste sich jeden Tag jemand darum kümmern. Es ist einfach schwierig, das in solch einer Dimension aufzubauen, die wirklich was bringt." Beschluss abgelehnt
Fraktionskollege Volker Büchel (Grüne) bemängelt die Verhältnismäßigkeit, einen teuren Hessentag mit großem Aufwand zu betreiben, ohne, dass man mal ausprobiert, ob eine Naschpyramide überhaupt funktioniert. "Es stört mich, dass man Dinge unterstellt, ohne Evaluation", sagt er. Lisa Kött (CDU) merkt zu den Grünen an: "Gründen Sie doch einen Verein und machen sie es nicht zur Aufgabe der Stadt."