Ganz besonderer Atmosphäre

"Sonnenbrand am Mühlenstrand" lockt mit Musik, Lagerfeuer und Kleinkunst

Von Sonnenbrand konnte zwar keine Rede an diesem kühlen Wochenende sein, aber es war trotzdem toll!
Fotos: Andreas Bejm

25.08.2025 / SINNTAL - Der "Mühlenstrand" in Weichersbach hat sich am Wochenende erneut in eine kleine, aber feine Festival-Location verwandelt. Bei "Sonnenbrand am Mühlenstrand" erlebten die Besucher ein abwechslungsreiches Musikprogramm, Kleinkunst, Kunsthandwerk und ein stimmungsvolles Ambiente – mit einer Besonderheit: Zum ersten Mal spielten die Bands auf zwei Bühnen im Wechsel.



Die Wurzeln des Festivals reichen mehr als ein Jahrzehnt zurück. "Oh, lieber Gott, jetzt muss ich 13 Jahre in die Vergangenheit reisen", erinnert sich Mitbegründer Christoph Eichholz. "Wir hatten damals die Idee, hier im Sinntal ein eigenes Festival zu schaffen, abseits von Kirmesmusik und Coverbands. Junge Künstler, die ihre eigene Musik machen, sollten eine Bühne bekommen – und diese traumhafte Location hat sich einfach angeboten."

Aus einer kleinen Initiative entwickelte sich ein Festival, das über die Jahre eine treue Fangemeinde gewann. "Wir haben am Anfang viel falsch gemacht, aber wir wollten immer jungen Bands, besonders aus der Region, eine Plattform bieten. Das war unser Antrieb", so Eichholz.

Nach mehr als einem Jahrzehnt zogen sich die Gründer zurück. Seit dem vergangenen Jahr liegt die Organisation in den Händen von Daniel Pfeffer. "Wir fanden die Marke so stark, dass wir das Festival unbedingt weiterführen wollten", erklärt er.

Besonders macht "Sonnenbrand" nicht nur die idyllische Mühle, die noch heute funktioniert, sondern auch die konsequente Ausrichtung auf Bands mit eigenen Songs. So standen in diesem Jahr Musikerinnen und Musiker aus Aachen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen auf der Bühne. "Wir achten aber auch immer darauf, dass lokale Bands dabei sind", betont Pfeffer.

Neben Musik setzt das Festival auf ein familiäres Konzept. Neu in diesem Jahr waren Kunsthandwerksstände, Kinderangebote wie eine Hüpfburg und die Erweiterung um eine zweite Bühne. "Wir wollen ein Ort für alle sein, nicht nur für die klassische Festival-Crowd", so Pfeffer.

Das Wetter stellte die Organisatoren allerdings vor Herausforderungen. "Heute Vormittag hat es geregnet, das schreckt manche Besucher leider kurzfristig ab", räumt Pfeffer ein. Doch dank überdachter Sitzgelegenheiten, der Bühne in der Scheune und romantischen Lagerfeuern tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Auch für die Zukunft hat Pfeffer klare Vorstellungen: "Wir wollen das Festival weiterhin regional verankern, mit lokalen Caterern und Getränken. Wir sind hier in der Provinz – aber warum soll es hier nicht auch kulturell Hochwertiges geben?"

Die Stimmung am Mühlenstrand gab ihm recht: Trotz des kühlen Wetters feierten die Gäste ausgelassen, ließen sich von den Bands mitreißen und genossen das besondere Flair zwischen Scheune, Garten und Mühle. (Andreas Bejm)+++

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