Siegesserie hält an

Der Hünfelder SV setzt dem Wahnsinn noch ein Krönchen auf

Nach dem Siegtreffer brechen alle Dämme: Aaron Gadermann und Neuzugang Max Lindemann (rechts).
Fotos: Charlie Rolff

23.08.2025 / HÜNFELD - Wahnsinn! Der Hünfelder ist auch nach vier Spielen noch verlustpunktfrei und hat am Freitagabend den amtierenden Hessenliga-Meister dank der Joker und jeder Menge Moral mit 2:1 (0:1) geschlagen.



Denn nach gut 80 Minuten lag der HSV noch zurück und tat sich immens schwer, sich Chancen zu erspielen. Doch dann drehte Joker Bartosz Witkowski auf, der zunächst noch an Tolga Sahin scheiterte, aber vier Minuten später das Leder mit Urgewalt unter die Latte zimmerte (84.). Das 1:1 langte dem HSV aber nicht und HSV-Coach Johannes Helmke bewies noch ein zweites Mal ein goldenes Händchen, indem er Innenverteidiger Aaron Gadermann bei eigener Ecke brachte, der in den Ball reinflog und per Flugkopfball den 2:1-Siegtreffer nach zehn Sekunden auf dem Spielfeld erzielte (90.). Schon das erste HSV-Tor fiel nach einer Standard, als ein langer Einwurf scharfgemacht wurde. Helmke war das freilich egal: "Natürlich ist es ein wenig glücklich, aber Fernwald ist Meister, eine gute Mannschaft, aber wir haben es uns diesmal erarbeitet."

Die Pausenführung für die Mittelhessen war glücklich, aber in einem chancenarmen, intensiven und mit leichten Ballbesitzvorteilen für den HSVnicht völlig unverdient. Das Tor erzielte Mitelfeldmotor Felix Hahn, der klug in den Strafraum spritzte und die Hereingabe von Iddris Sedy humorlos verwertete (38.). Julian Bender (17.) und Johannes Hofmann (32.) hatten zuvor schon Halbchancen zu verzeichnen, kamen aber jeweils aus guter Position gar nicht zum Abschluss.

Es gab aber durchaus Momente, in denen auch Hünfeld hätte in Front gehen können: Mittelstürmer Marcel Trägler, diesmal glücklos vor dem gegnerischen Tor, setzte Spielmacher Jemal Kassa ein, der frei vor Tolga Sahin scheiterte und somit die größte HSV-Chance des ersten Durchgangs vergab (9.). Pech hatte zudem der aufgerückte Innenverteidiger Nils Witte, der nach einem Eckball per Kopfball scheiterte (29.), zudem forderte Petr Paliatka vergebens einen Strafstoß, nachdem er von FSV-Verteidiger Julian Bender im Strafraum einen Kontakt spürte (23.).

Dass das Spiel nicht an die intensiven und hochklassigen Duelle der Vorsaison heranreichte, als sich Meister Fernwald jeweils mit 1:0 durchsetzte, lag nicht zuletzt an Schiedsrichter Tim Wiesner, dessen fehlende Linie mehr und mehr für eine zerfahrene Partie sorgte. Das Tempo schien dem jungen Frankfurter zu schnell, der meist nur dann in seine Pfeife blies, wenn die Spieler das lautstark für sich reklamierten. So auch Jemal Kassa den Einwurf, der zum Ausgleich führte und Gästecoach Daniel Steuernagel auf die Palme brachte. Denn aus seiner Sicht hätte es Einwurf für Fernwald geben müssen. Allerdings hätte auch Fernwalds Johannes Hofmann Gelb-Rot sehen müssen.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Maul; Zentgraf, Dücker, Witte (73. Witkowski), Zöll – Kemmerzell (74. Häuser), Simon (79. Kocak) – Vogler (61. Lindemann), Kassa, Paliatka – Trägler (90. Gadermann).
FSV Fernwald: Sahin; Burger, Furkert, Bender – Fischer, Hofmann, Sedy (80. Krasniq) – Hahn (90.+3 Kurz), Tsuda, Isaac – Cloos (74. Woiwod).
Schiedsrichter: Tim Wiesner (SV Heddernheim).
Zuschauer: 400.
Tore: 0:1 Felix Hahn (38.), 1:1 Bartosz Witkowski (84.), 2:1 Aaron Gadermann (90.) (tg) +++

Hinweis:
Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.

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