Für sein jahrzehntelanges Engagement
Winfriedpreis für Kardinal Jean-Claude Hollerich: "Europäischer Brückenbauer"
Foto: Erzbistum Luxemburg
22.08.2025 / FULDA - Für sein jahrzehntelanges Engagement für Dialog, europäische Einheit und interreligiöse Verständigung erhält der Erzbischof vom Luxemburg, Kardinal Jean-Claude Hollerich, den mit 10.000 Euro dotierten Winfriedpreis 2025 der Stadt Fulda.
Seit dem Jahr 2001 verleiht die Stadt Fulda jährlich den Winfried-Preis an Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße um Menschenrechte und um die Völkerverständigung in Europa verdient gemacht haben. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern der vergangenen Jahre gehören unter anderem Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, Bundestagspräsident a.D. Prof. Norbert Lammert, Abtprimas Prof. Dr. Notker Wolf, die Journalistin und Reporterin Kathrin Eigendorf, der Schriftsteller und Publizist Navid Kermani sowie im vergangenen Jahr der Journalist und Publizist Ulrich Wickert.
In der Begründung des Preiskuratoriums für die diesjährige Wahl heißt es: "In seinem langjährigen Wirken setzt sich Erzbischof Jean-Claude Hollerich stets für den europäischen Dialog ein. Mit seinem Wirken als europäischer Brückenbauer steht er in der Nachfolge des heiligen Bonifatius."
Zur Person: Kardinal Jean-Claude Hollerich
Jean-Claude Hollerich wurde am 9. August 1958 in Differdingen/Luxemburg geboren. Seine Priesterausbildung begann er in Rom und trat dann in den Jesuitenorden ein. Mehrere Jahre lang lebte er in Japan, wo er die Sprache und Kultur sowie Theologie studierte. Den Abschluss der Theologie erlangte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt. 2011 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von Luxemburgernannt, 2019 wurde er von Papst Franziskus in den Kardinalsstand erhoben.Stichwort: Winfriedpreis der Stadt Fulda
Gestiftet wird der Winfried-Preis der Stadt Fulda von der Dr. H. G. Waider-Stiftung. Namensgeber ist der Heilige Winfried Bonifatius, der in Fulda begraben ist und bisweilen als der "erste Europäer des Frühmittelalters" bezeichnet wird. Stifter des Winfried-Preises ist der 1926 in Fulda geborene Unternehmer Dr. Heinz G. Waider (gestorben 2015 in Neuss). Er war aufgrund seiner persönlichen Kriegserfahrungen überzeugt, dass Kriege nur durch ein offenes und friedliches Neben- und Miteinander aller Menschen verhindert werden können. Aufgrund der besonderen Verbundenheit des Stifters mit der Stadt Fulda wird der Preis hier verliehen. (ms/pm) +++