Vor Haftbefehl bewahrt
Onkel sitzt an Grenze fest - Neffe zahlt über 17.000 Euro an Polizei
Symbolfoto: Pixabay
21.08.2025 / HANAU -
Ein Mann saß am Dienstag an der Grenze zwischen Österreich und Bayern fest. Sein Neffe tat einiges, um ihn vor der Haft zu bewahren. Dieser Fall ereignete sich in Hanau im Main-Kinzig-Kreis und war wohl auch für die diensthabenden Polizisten nicht alltäglich.
Ein bis dahin gewöhnlicher Alltag auf der Wache der Polizeiautobahnstation Südosthessen wurde am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr um eine nicht alltägliche Geschichte "bereichert": Ein 22-jähriger Mann erschien bei den Beamten an der Tür und klingelte. Sein Anliegen: Er wollte seinem Onkel aus der Klemme helfen. Der Onkel kam nämlich bereits seit gut drei Stunden nicht weiter, was daran lag, dass er an der Grenze zwischen Österreich und Bayern stand.
Der Grund: Bundespolizisten hatten ihn gegen 13 Uhr für eine Kontrolle aus dem Verkehr gezogen und dabei gleich sechs offene Haftbefehle, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Betrug, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung, festgestellt. Eine Aufreihung, bei der selbst die Beamten kurz ins Staunen gerieten.