Nur Rucksack wird erfasst
Mann will Gleis überqueren: In letzter Sekunde vor Zug gerettet
Symbolbild: O|N Archiv/ Hans-Hubertus Braune
19.08.2025 / WÄCHTERSBACH -
Pendler brauchten hier Geduld: Auf der Bahnstrecke zwischen Fulda und Frankfurt standen die Züge still. Der Grund: Ein Notarzteinsatz gegen 5:50 Uhr bei Wächtersbach im Main-Kinzig-Kreis. Eine Person hatte versucht, die Gleise zu überqueren.
Ein Leser schrieb unserer Redaktion: "Viele sind in Flieden ausgestiegen, weil wir nicht wissen, wie es weiter geht. Ansagen haben teilweise nicht im Zug funktioniert." Auf Nachfrage sagt die Bundespolizei gegenüber OSTHESSEN|NEWS, dass ein Zugführer gegen 5:50 Uhr einen Schlag vernahm und daher die Notbremsung einleitete.
Schnell stellte sich heraus, dass es zu keinem Zusammenstoß mit einer Person gekommen war: Die vermeintlichen Blutspuren am Triebkopf erwiesen sich als Farbabrieb eines Rucksacks. Kurze Zeit später meldete sich ein Mann, der angab, die Gleise am Bahnhof Wächtersbach überqueren zu wollen. Er habe dabei die Geschwindigkeit des herannahenden ICE unterschätzt und sich im letzten Moment durch einen Sprung aus dem Gleisbett retten können. Er erlitt lediglich Schürfwunden am Knie.
Der Betroffene gab an, auf dem Weg zur Arbeit eine Abkürzung über die Gleise genommen zu haben. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass das unerlaubte Überschreiten von Gleisanlagen lebensgefährlich ist und immer wieder zu tödlichen Unfällen führt. Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ermittelt nun gegen den Mann wegen des Verdachts der Vornahme einer Betriebsstörung. (kg/pm) +++