Ein besonderer Dreh für den Kameramann

Samstag in der "Hessenschau": Ried - das "Dolle Dorf", das alle begeistert

Die Kinder sind alle ganz offen und gespannt.
Fotos: Marvin Myketin

17.08.2025 / EBERSBURG (RHÖN) - Wie jeden Donnerstagabend wird in der Hessenschau der Name eines hessischen Dorfs aus der Lostrommel gezogen - das "Dolle Dorf". Normalerweise übernimmt das immer Hessenschau-Reporter Jochen Schmidt - doch diesmal durfte ausnahmsweise Kameramann Bernd Götz ran und er zog das Dorf Ried (Gemeinde Ebersburg im Landkreis Fulda) mit seinen rund 605 Einwohnern.


Nach 30 Jahren hört Bernd Götz mit seinem Traumberuf, den er hat seit er 12 Jahre ist, auf. Er erzählt: "Ich habe diesen Beruf sehr gerne gemacht und es fällt mir schwer aufzuhören." In all den Jahren habe er nie etwas anderes machen wollen, denn "der Beruf ist unglaublich vielseitig." Besonders spannend sei für ihn die Sendung "Dolles Dorf". "Wir wissen nie, in welches Dorf es geht – und das Dorf weiß nicht, dass wir kommen. Schön zu sehen ist, wie die ganzen Dörfer zusammenhalten und mitmachen", schwärmt Bernd Götz.

Planung bis Mitternacht? Kein Problem!

Der Ortsvorsteher Jürgen Günther und Gemeindevorstand Luzian Hamm erzählen von der spontanen Organisation. Um 22.00 Uhr kam das Kamerateam in Ried an – und innerhalb kürzester Zeit trafen sich rund 50 Leute, um zu helfen. "Es gab unendlich viele Ideen", so Hamm. Flyer wurden verteilt, Pläne geschmiedet und Social-Media-Kanäle aktiviert. Geplant wurde, die Natur- und Bauernhofkita, die Kirche und die Schnitzwerkstatt zu besichtigen. Um 14.30 Uhr gibt Antonia Baier ein spontanes Wendehammer-Konzert. Abschluss ist um 16.00 an der Feuerwehr, mit dem eigentlich am Mittwoch stattfindenden Wochenteiler. Seit der Coronazeit kommen die Leute dort zusammen, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

Kita im Rampenlicht

Bei den Dreharbeiten im Natur- und Bauernhofkindergarten erklärte Erzieherin Melanie Goldbach den Ablauf an diesem Morgen. "Wir haben den Kindern heute Morgen erklärt, dass der Ablauf heute etwas anders sein wird. Die Kinder sind alle ganz offen und gespannt", sagt sie. Auch Tamara Hamm, ebenfalls Erzieherin in der Kita, war bereits bei den Vorbereitungen am Donnerstag für dieses große Ereignis dabei und fand es ganz aufregend zu wissen, dass der eigene Kindergarten ins Fernsehen kommt.

Lena Hennig, die den Bauernhof mit ihrem Mann betreibt, schilderte die Herausforderung: "Da der Alltag im Moment schon stressig ist, weil sehr viel Landwirtschaft zu machen ist, war es kompliziert, das noch reinzupacken", berichtet sie. Zum Abschluss fasste Götz seine Eindrücke zusammen: "Das Dorf ist supernett, freundlich und offen. Es war, als würde man sich schon fünf Jahre kennen, dabei waren es erst fünf Minuten." (Zoe Rüttinger) +++

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