Brandsätze in Haus geworfen
38-Jähriger in Untersuchungshaft: Verdacht auf versuchten Totschlag
Symbolbild: Henrik Schmitt
12.08.2025 / NIDDERAU -
Der 38-jährige Mann aus Bad Hersfeld, der am Montagnachmittag in der Niddertalstraße in Nidderau mutmaßlich selbstgebaute Brandsätze unter anderem durch ein Fenster eines Einfamilienhauses geworfen haben soll, befindet sich nun in Untersuchungshaft. Dem Tatverdächtigen werden unter anderem versuchter Totschlag sowie versuchte besonders schwere Brandstiftung zur Last gelegt.
Der Mann aus Bad Hersfeld steht im Verdacht, am Montagnachmittag in Nidderau selbstgebaute Brandsätze gegen ein Fahrzeug und in ein Einfamilienhaus geworfen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Tatverdächtige gegen 17:15 Uhr mit seinem Auto an eine Wohnanschrift in der Niddertalstraße. Dort soll er augenscheinlich selbstgebaute Brandsätze in die Heckscheibe eines geparkten Fahrzeugs sowie durch das Fenster eines Einfamilienhauses geworfen haben. Die Brandsätze brannten zwar, entzündeten jedoch kein weiteres Material, sodass die alarmierte Feuerwehr die Flammen schnell löschen konnte.
Er wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau einem Haftrichter am Amtsgericht Hanau vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an. Die Hintergründe des Tatmotivs sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Nach aktuellem Stand gehen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei jedoch weiterhin davon aus, dass die Tat im Zusammenhang mit vorangegangenen Streitigkeiten im familiären Umfeld stehen könnten.
Die fünfköpfige Familie, die vorsorglich zur medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht worden war, konnte dieses inzwischen wohlbehalten wieder verlassen.(pm/ci)+++