Lust auf mehr Gerechtigkeit und Vielfalt?
"Sozialrecht/ Migration und Recht" (LL.B.) startet an der Hochschule Fulda
Mit dem neuen Studienangebot Sozialrecht/ Migration und Recht an der Hochschule Fulda können Studierende ihre juristische Expertise nun mit kommunikativen Fähigkeiten in Beratung und Verhandlungsführung vereinen.
Fotos: Hochschule Fulda/ Nicolas Heinisch/ Johannes Ruppel
22.08.2025 / ANZEIGE -
Unsere Gesellschaft ist vielfältig und dynamisch. Stetige Veränderungen bringen auch immer Chancen und Herausforderungen mit sich, Akteurinnen und Akteure stehen aktuell mehr denn je vor offenen Fragen: Wie kann man dem Fachkräftemangel begegnen? Und wie lässt sich gesellschaftlicher und familiärer Zusammenhalt in Zukunft gestalten? In einer zunehmend globalisierten Welt ist die Migration von zentraler Bedeutung für das Verständnis von Integration und sozialer Gerechtigkeit. An der Hochschule Fulda gibt es ab dem Wintersemester 2025/ 2026 mit dem Studiengang "Sozialrecht/ Migration und Recht" nun die Möglichkeit, sich hinsichtlich dieser Fragenstellungen weiterzubilden. Das Studienangebot ist auch in dualer Form möglich.
Migration beeinflusst nicht nur die Lebensrealitäten der Migrantinnen und Migranten selbst sowie die Gegenden, aus denen sie ausreisen, sondern prägt auch die Gesellschaften, in die sie einreisen. "Mit dem neuen Studienangebot können Studierende ihre juristische Expertise nun mit kommunikativen Fähigkeiten in Beratung und Verhandlungsführung vereinen", erläutert Prof. Dr. Anne Walter vom Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften (SK), zuständig für das Gebiet Migrations- und Sozialrecht.
Vielfältige Karrierechancen
Damit werden die Studierenden zu Juristinnen und Juristen, ohne ein universitäres Jurastudium zu durchlaufen, denn Absolventinnen und Absolventen der neuen, deutschlandweit einzigartigen Studiengangsvariante erhalten den Abschluss Bachelor of Laws (LL.B.). Im Unterschied zum regulären Jura-Studium, das insbesondere auf eine richterliche oder anwaltliche Berufstätigkeit vorbereitet, sind Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Sozialrecht mit der Vertiefung "Migration und Recht" nach dem Studium in Unternehmen oder in der Sozialwirtschaft, in Migrationsbehörden oder NGOs tätig.
Das Studium vermittelt den Studierenden also rechtswissenschaftliche, soziale und interdisziplinäre Kompetenzen in den Bereichen des Sozialrechts sowie des Migrationsrechts und der Migrationsrechtsberatung. "Auch erfahren Studierende alles über unsere Migrationsgesellschaft und Themen wie Mobilität und Arbeitsmigration, Flüchtlingsschutz und Familienzusammenführung, Integration, Einbürgerung und soziale (Menschen-)Rechte", beschreibt Prof. Dr. Axel Kokemoor, ebenfalls vom Fachbereich SK, die Studieninhalte.
Flexibilität im Studium
Bei dem Studium Sozialrecht mit der Vertiefung "Migration und Recht" handelt es sich um einen Vollzeitstudiengang. Die Studiendauer beträgt sieben Semester, davon zunächst vier Semester Studium an der Hochschule Fulda. Es folgt ein Praxissemester. Dann können sich Studierende in zwei Semestern des vertiefenden Studiums weiter spezialisieren.
Ab Wintersemester 2025/ 2026 bietet die Hochschule Fulda die neue Studiengangsvariante "Migration und Recht", aber auch den bereits bestehenden Studiengang Sozialrecht, auch dual an. Damit können Studierenden bereits das reguläre Studium mit Praxisphasen in Unternehmen verbinden. Bisherige Praxispartner sind etwa Antonius (Einrichtung für Menschen mit Behinderung), die Deutsche Rentenversicherung Hessen, der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V., die Bundesagentur für Arbeit, das Global-Mobility-Unternehmen Vialto Partners, die R+V Betriebskrankenkasse oder das Jobcenter Schwalm-Eder. Weitere Kooperationspartner kommen noch hinzu. Studierende können sich ebenso außerhalb dieser Liste (vor oder nach Studienbeginn) ein Unternehmen suchen.
Starke Praxisorientierung
In der dualen Studienform wird es Studierenden ermöglicht, das reguläre Studium mit regelmäßigen Praxisphasen in Unternehmen zu verbinden. Sarah Düsterdieck, Studentin im sechsten Semester Sozialrecht, ist Förderstudentin der Bundesagentur für Arbeit. Ein Förderstudium ist eine Art des dualen Studiums, das in dieser Form schon jetzt an der Hochschule Fulda für den Studiengang Sozialrecht besteht. Sarah Düsterdieck studiert an der Hochschule Fulda, arbeitet in den Semesterferien für die Bundesagentur für Arbeit und profitiert von einer finanziellen Unterstützung während des Studiums. Davon ist sie begeistert: "Das facettenreiche Studienprogramm hat mich von Anfang an fasziniert."
Auch von den Lehrenden fühlt sich die Studentin gut unterstützt: "Sie begegnen uns Studierenden immer auf Augenhöhe und stehen uns mit Rat und Tat zur Seite." Auch den Praxisanteil ihres Studiums hält sie für überaus wichtig: "Während meines Praxissemesters hatte ich die Möglichkeit, in Brüssel zu arbeiten – eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Migrationsrecht und Sozialrecht im demokratischen Herzen Europas hautnah zu erleben, war eine ganz besondere Erfahrung."
Noch bis Ende September bewerben
Bewerben können sich Interessierte noch bis 30. September. Weitere Informationen zum Studiengang Sozialrecht mit der Vertiefung "Migration und Recht" gibt es unter hs-fulda.de/studiengang/sozialrecht-/-migration-und-recht.-und-recht.