Digitale Impulse für smarte Städte
Digitalministerin Sinemus: "Starke Kommunen durch smarte Lösungen"
Foto: Carina Jirsch
05.08.2025 / REGION -
Die interkommunale Zusammenarbeit der Städte Fulda, Gießen, Limburg, Marburg, Offenbach und Wetzlar wird weiter intensiviert. Mit dem neuen Projekt "HessenNext – Digitale Impulse für smarte Kommunen" wollen die sechs Kommunen die Akzeptanz der digitalen Transformation stärken, touristische Angebote entlang der Lahn durch Augmented Reality attraktiver gestalten und weitere digitale Anwendungen wie smarte Frühwarnsysteme bei Starkregen oder intelligente Parklösungen einführen.
Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation mit 2,25 Millionen Euro aus der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm "Starke Heimat Hessen" unterstützt. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus überreichte am Dienstag im Rahmen ihrer Sommereise den Förderbescheid stellvertretend an Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner.
Höhere Attraktivität für Touristen
Während ihres Besuchs erhielt die Ministerin bereits einen ersten Eindruck davon, wie künftig mittels Augmented Reality interaktive Stadtführungen entlang der Lahn gestaltet werden können. Virtuelle Rekonstruktionen zeigen unterschiedliche Bau- und Entwicklungsphasen und lassen nie vollendete Bauwerke wie den Wetzlarer Dom, das Marburger Schloss oder den Marktplatz in Gießen digital wiederauferstehen. Die Städte Gießen, Marburg und Wetzlar erwarten sich davon eine höhere Attraktivität für Touristinnen und Touristen. Gleichzeitig sollen Sensoren Daten über Besucherströme in Echtzeit liefern und vor Gefahren wie Astbruch oder Hochwasser warnen.Ein weiteres Teilprojekt ist die Einrichtung sogenannter Digitalisierungslabore in Gießen und Offenbach. Diese Innovationszentren sollen der Entwicklung und Erprobung neuer digitaler Lösungen dienen – sowohl innerhalb der Stadtverwaltungen als auch in Zusammenarbeit mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Auch Bürgerinnen und Bürger sollen aktiv am Smart-City-Prozess beteiligt werden. Ziel ist es, in den Laboren digitale Systeme und Plattformen zu entwickeln, die auf Datenerhebung und -analyse basieren – etwa zur Luftqualität oder zu Verkehrsflüssen. Datengestützte Entscheidungen verbessern städtische Prozesse, erhöhen die Effizienz und fördern Nachhaltigkeit und Lebensqualität.
LoRaWAN-Infrastruktur ausgebaut
Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner sagte stellvertretend für die Kommunen: "Wir sprechen nicht nur über digitale Zukunft – wir arbeiten gemeinsam daran. Indem wir die Erfahrungen von sechs Städten bündeln, entstehen Ideen, die alltagstauglich sind und vielen Menschen den Zugang zur Digitalisierung erleichtern. Damit schaffen wir Synergien und klare Mehrwerte für unsere Bürgerinnen und Bürger. Wir freuen uns über die Unterstützung des Landes auf diesem Weg." (pm/mp) +++