Wie vertreibe ich sie wirksam und nett?
Jetzt wollen sie wieder mit uns frühstücken: Wespen sind nützlich und lästig
Nützlich, aber bei Menschen dennoch ungeliebt. Wespen
Symbolbilder: pixabay
03.08.2025 / REGION -
Bei dem vorgezogenen Herbstwetter, das wir bis jetzt im Juli hatten, war es noch kein Problem. Aber mit dem August ist es wieder wärmer und trockener geworden - und prompt sind auch sie wieder da: Wespen! Jedes Jahr von neuem wollen die Gestreiften mit der schmalen Taille unbedingt mit uns auf dem Balkon oder im Garten frühstücken und Kaffeetrinken, wobei es ihnen mehr der Kuchen angetan hat.
Und wie hält man sich die stechenden Biester wirkungsvoll vom Leib? Bitte keinesfalls nach ihnen schlagen, hektisch wedeln oder gar anpusten - das ist alles kontraproduktiv. Das Kohlendioxid in unserer Atemluft ist für sie bedrohlich und sie reagieren aggressiv. Stattdessen sollte man ruhig bleiben und die Wespe vorsichtig mit einer flachen Hand wegschieben oder sie ihren Weg fliegen lassen.
Der ultimative Tipp, der den Wespen nicht schadet
Der viel zitierte Tipp, ihnen doch eine "Extrawurst" zu servieren und separat einen eigenen Teller mit etwas Leckerem abseits aufzustellen, erweist sich allerdings als Flop. Denn der zieht ganze Schwärme neuer Wespen an, die sich leider nicht an "ihren" abseitigen Teller halten wollen, sondern lieber bei uns Tischgäste sind. Und auch die Methode mancher Gastwirte, Kaffeepulver anzuzünden und vor sich hin glimmen zu lassen, vertreibt weniger die Wespen als die Menschen, denn der Rauch beißt in Nase und Augen. Sehr viel besser und total umwelt- und wespenfreundlich funktioniert eine Wassersprühflasche, wie man sie für Pflanzen oder die Bügelwäsche benutzt. Die Wespe sanft ansprühen und sie macht quasi auf dem Absatz kehrt, denn sie glaubt, es habe angefangen zu regnen, und das mögen die Gelb-Schwarzen nicht. Und das beste: sie "sagt" das offenbar auch allen Kolleginnen, man hat Ruhe.
Wer es noch nicht weiß: Wespen sind nützlich und stehen in Deutschland auch unter Naturschutz. Das heißt, dass man sie nicht fangen, verletzen oder töten darf. Auch ihre Nester darf man nicht ohne Weiteres zerstören, denn sie fressen Fliegen, Blattläuse, Raupen und andere Insekten und deren Larven – und unterstützen damit Gärtnerinnen und Gärtner. Wenn eine Gefahr durch ein Wespennest besteht, ist es deshalb sinnvoll, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, anstatt selbst Hand anzulegen. Mit einer Sprühflasche am Gartentisch können wir einen hoffentlich sommerlichen August genießen. (ci)+++