25 Jahre Hundeschule Jördis

Singende Hunde und glückliche Menschen: Gottesdienst zum Jubiläum

Hundeschule Jördis feiert in Mecklar mit einem Gottesdienst ihr 25. Jubiläum.
Fotos: Imke Leiphold

22.07.2025 / MECKLAR - Ein Gottesdienst, der unter die Haut ging – mit Gebeten, Gesang und segensreichen Begegnungen zwischen Mensch und Hund. In Mecklar (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) wurde am Wochenende gefeiert, geschnüffelt, gebellt und auch geweint.


Hunde bellten, spielten und sprangen zwischen den Bänken umher, während Menschen sangen und manche Träne beim Segen über die Wange lief. In dankbare Gesichter blickten die Pfarrerinnen Imke Leipold und Janina Richter sowie Pfarrer Dr. Michael Koktysz, als sie über die unverdiente Gnade Gottes predigten – veranschaulicht am besten durch das Wesen des Hundes.

"Unverzichtbare Mitgeschöpfe"

"Hunde lieben ihre Menschen ohne Vorbehalt – egal ob reich oder arm, erfolgreich oder nicht. Diese bedingungslose Liebe zeigt uns: Du bist wunderbar!", erklärte Imke Leipold. Dr. Koktysz ergänzte, dass Hunde in der Bibel zwar selten positiv erwähnt würden, die Beziehung zwischen Mensch und Hund jedoch segensreich sei. Und Janina Richter fügte schmunzelnd hinzu: "In jeder bebilderten Kinderbibel sind Hunde bei der Geschichte der Arche Noah dabei – als unverzichtbare Mitgeschöpfe."

Von Hundeschule bis Kindheitsängsten – Gespräche rund ums Tier

Jördis Schuch, Gründerin der örtlichen Hundeschule, blickt auf 25 Jahre zurück. Damals noch belächelt – "Willst du den Hunden Lesen und Schreiben beibringen?" –, ist ihre Schule heute fester Bestandteil des Dorflebens. Sie betont, wie wichtig es sei, bei der Wahl eines Hundes auf Wesen und Bedürfnisse zu achten, nicht nur auf die Optik: "Ein bewegungsfreudiger Hund gehört nicht in eine kleine Stadtwohnung."

In einem weiteren Gespräch sprachen Janina Richter und Anita Brod offen über ihre Ängste vor Hunden – beide waren in ihrer Kindheit gebissen worden. Ihre ehrlichen Worte zeigten, wie tief solche Erlebnisse prägen und wie wichtig der bewusste Umgang mit Hunden ist. Für Heiterkeit sorgte Holk Freytag, ehemaliger Intendant der Bad Hersfelder Festspiele und bekennender Hundeliebhaber. Er erzählte von seinem Leben mit Hund und seiner großen Liebe zu Snoopy – dem philosophierenden Beagle aus den "Peanuts".

Bewegender Abschluss – Segen für Mensch und Tier

Am Ende wurden die Hundebesitzer und Hundebesitzerinnen und ihre Vierbeiner an drei Stationen gesegnet – ein sehr emotionaler Moment für viele. Musikalisch begleitet von den Kreisjagdhornbläsern, erklang unter anderem die "Dackelfanfare" – zur Freude der anwesenden Dackel, die fröhlich mit "einstimmten".

Es war ein außergewöhnlicher Gottesdienst: voller Lieder, Gebete, Gespräche und tierischer Lebensfreude – ein Fest des Glaubens, das Mensch und Hund gleichermaßen berührte.
(ems/pm) +++


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