Satire, Comedy, Musik und Performance
Kabarettnacht auf Burg Fürsteneck: Gesellschaftskritik trifft auf Humorvielfalt
Fotos: Burg Fürsteneck
20.07.2025 / EITERFELD -
Kabarett ist längst mehr als politischer Witz mit Zeigefinger – das bewies die Kabarettnacht auf Burg Fürsteneck eindrucksvoll. Mehr als zwei Stunden lang boten Teilnehmende der diesjährigen Kabarettakademie ein abwechslungsreiches Potpourri aus Satire, Comedy, Musik und Performance. Vom Solo bis zur absurden RollatorImprovisation reichte das Spektrum – und gerade diese Vielfalt begeisterte das Publikum. Eröffnet wurde der Abend von Davina Sauer-Wundling und Timm Kausmann, die charmant durchs Programm führten. Zuvor hatten Hartmut Piekatz, Direktor der Akademie Burg Fürsteneck, und Heiko Röhl, Vorsitzender der Bundesvereinigung Kabarett und Leiter der Akademie, die Gäste begrüßt – mit einem deutlichen Bekenntnis zur kulturellen Bildung und sichtbarer Freude über die lebendige Tradition dieser Workshoptage.
"Do-it-yourself-Zahnarztpraxis" samt VR-Brille und 30-Minuten-Tarif als Satire auf Selbstoptimierung und Sparzwang inszenierte. Die pointierte Absurdität brachte das Publikum zum Lachen – und zum Nachdenken.
Ganz anders, aber ebenso überzeugend: Steffi Manz mit ihrem Soloprogramm "Mindfucker Reloaded". Mit scharfem Blick auf das Jahr 2025, klarem politischen Kompass und viel persönlicher Note sezierte sie gesellschaftliche Entwicklungen – mal ironisch, mal provokant, stets pointiert. Genau so muss politisches Kabarett sein.